Band 
Erster Band.
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Drittes Buch. rzi

staufischen Stamme an Muth und Entschlossenheit, daskaiserliche Anseht, ;u retten. Allein ihre Bemühungenwaren fruchtlos, und vielleicht haben sie auch der gu-ten Sache weit mehr geschadet als genützet. Die mei-sienmale war es ihnen, wenn sie mit Pabsten stritten,nicht um die Religion und um das wahre Interesse derchristlichen Kirche zu thun. Gemeiniglich galt es welt-liche Absichten, und bald wollte man diese Parthey er-heben, und bald jene erniedrigen. Und sollte man wohlauch im Ernste glauben können, daß es Lorharn II.And Friedrich I. in allen ihren pabstlichen Fehden umdie Ehre der Religion zu thun gewesen sey, ihnen,die sich als Kaiser so weit wegwarfen, bey den Pabstendie Dienste der Stalljungen zu verrichten ? Darf manes einem Pabste, dem die Kaiser ihren Naken zum Fuß-gestell darheben, wohl so sehr verargen, wenn erseinerseits auf so unwürdige und blöde Sklaven, diebald alles zertrettend einhcrgehen, und bald im Stau-be kriechen, einige Vannstrahlen schleuderte? Der gan-ze langwierige Investiturstreit war im Grunde wei-ter nichts, als Ringen nach zeitlicher Macht. Unlaug-bar haben die Kaiser ihr bisheriges Recht zum auffal-lenden Nachtheile der Kirche ausgeübet, und unläug-bar haben sie dasselbe als eine Quelle ansehnlicher Kron-einkünfte angesehen. Allein der römische Bischof hateben so offenbar an den Tag gelegt, daß er einen soschädlichen Mißbrauch nur in der Absicht bey den welt-lichen Fürsten ausrotten wollte, um den zeitlichen Vor-theil davon bloß allein für sich zu gewinnen. Wer indiesem Streite den Mittelweg geht , und den Leiden-schaften keiner einzigen Parthey schmeichelt, wird aufbeiden Seiten zu tadeln finden, und es leicht begreifen,warum, gerade darauf, was in Ansehung dieses strei-tigen Punktes Gesetz und Gewohnheit der alten Kirchegewesen, keine Rücksicht genommen wurde. Aber imletzter» Falle hätte freylich von Investituren eben so