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Einleitung.
von Menschen, auf die Gelehrten. Ihn hatten Mönche,welche an jener Universität den Meister spielen woll-ten, gereitzt, und die Nothwendigkeit, sich gegen siezu vertheidigen, führten ihn auf eine Menge Bemer-kungen , die bisher noch nie gemacht wurden Einmalzur Sprache gleichsam gcnethiget, hörte er nun nim-mermehr auf, über Mißbrauch und geistlichen Druckzu schreyen. Dabey hatte er das seltene Glück, vonseinem Monarchen und den Grossen des Reiches, anwelche Gregor XI. eben so unanständige als unbefug-te Federungen machte, unterstützt zu werden. Er konn-te also mit mehr Müsse und mit wirksamerm Erfolgeden päbstlichcn Hof gerade an seinem empfindlichsten Ortangreifen. Er bestrick die LranSsubstanziazionslehre;bewies, daß in der ganzen Schrift kein Wort stehe,welches das Messelesen rechtfertigen könnte, und daßes kein Dogma sey, gerade unter dem Gehorsam desPabstes stehen zu müssen, um allen seinen neuen Leh-ren mehr Eindruck zu geben, verschafte er der Bibelalle mögliche Publizität, indem er wohl wissen konnte,daß die römischen Hoflehrer keinen so wichtigen Ge-währsmann für sich auszuweisen hatten.
wiklefs Lehre verbreitete sich ungemein weit um sich.Selbst in Deutschland fand sie ihre Anhänger, undwahrscheinlich durch sie wurde Johann Hustens Ge-nie aufgeweckt. Weniger, als N)iklef, mit Dogma-tik beschäftigt, hatte Huß seine meiste Starke in derBeredsamkeit, mit welcher er die Laster der Geistlich-keit auf öffentlichen Kanzeln bestrafte. Seine Predigtenmachten um so mehr Eindruck , da er einen äusserststrengen und unsträflichen Lebenswandel führte. Abereben dieses war sein größtes Verbrechen- Die unzüch-tigen Priester, deren Rache er gereitzt hatte, machtenihn zum Ketzer, da sie seine sittliche Aufführung nichtverdammen konnten. Die Kirchenversammlung vonLsnstanz, welche in allen andern Rücksichten sich so