272 Gesch. d. römischkath. Kirche.
ren *>, und es ohngeachtet der Heiligkeit des Orts,an welchem sie sich befanden, ohngeachtet der Mich-tigkeit des Gegenstandes, der sie beschäftigte, und trotzihres erhabenen Charackters nicht vergessen liessen,daß sie Menschen seyen **).
Gerne hatten die Sekanten mit der Mahl geeilet,und bald wäre schon am 6 Weinm. der Kardinal Bs-schr Pabst geworden. Allein die Royalisien widersetz-ten sich, und der spanische Minister, Ritter Monni-no, verlangte, daß zuerst die Ankunft der auswärtigenKardinäle abgewartet werden müßte, ehe eine entschei-dende Wahl getroffen werden sollte. Der nämlicheMinister erklärte auch im Namen seines Souverains,daß es Er. katholischen Majestät ganz gleichgültig sey,was für ein Kardinal Pabst würde; doch sollte jederzum voraus versprechen, in Ansehung dessen, was Rie-mens XIV. über den Jesuitenorden verfügte, nichtsabzuändern, die Aufhebungsbulle zu bestätigen, undvon dem Kardinalkollegio bestätigen zu lassen, die Nacht-mahlsbulle gänzlich zu unterdrücken und aufzuheben,und die Unabhängigkeit aller auswärtigen Bischöfe vonRom in einem besondern Breve anzuerkennen. DieseFederungen machten die Sekanten bestürzt, und diePartheyen sahen sich gegenseitig mit Mißtrauen an.
So wie im Konklave jede Faktion sich belauschte,und Royalisten und Sekanten mittels einer arglistigenPolitick sich wechselseitig zu überraschen suchten, wim-
*) LklI-iün psrtito aveVL i suoi c»pi edperti ne' maneM Poli-tici e verlilti neZli rikkri miiMerisli e >ii lommn rilievo. lN sx t.
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