Band 
Erster Band.
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275
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Erstes Buch. 275

langten endlich auch die auswärtige Kardinale in Roman. Bis zum 27. Christin, waren 4z. Eminenzen imKonklave eingeschlossen, und am 28. des nämlichenMonats folgte ihnen auch der spanische Kardinal deSolls. Nun hatte sich das ganze Kollegium in dreygrosse Partheyen getheilt. Unter den Aclantcn befan-den sich Torreggiani, eine Stütze des Jesuitenordens,die beiden Rezzom'chi, Verwandte des unpolitischenRiemens XIII. Gönner der Jesuiten und äusserst fei-ne Politicker, Rarl Victor Amadeus Lanze, Groß-almoseiiier des Königs von Sardinien, ein zwar recht-schaffener Mann, aber ein grosser Eiferer für die päbst-lichen Gerechtsamen, Spinola, ein in politischen Rän-ken sehr erfahrner Kardinal, Eolonna, ein stolzerund reicher Römer, Caftelli- ein frommer Mann,aber blinder Anbeter der Jesuiten, Buonacorsi, Buf-faü'ni, und Boschi, hitzige Verfechter der GesellschaftJesu und der pabsilichen Anmaassungen, Lalini, eineKreatur dieser Ordensgesellschasi, Loromeo, einefriedliebende Eminenz, pansili, weniger aus Grund-sätzen als aus Ehrsucht ein Zelantc, paravicini,ein steter Gönner der Jesuiten, Borgheft, und Bra-fthi, Männer, die sich zur Partey der Zclanren hiel-ten, weil sie die mächtigere war. Die Royalisten be-stuhnden aus Grsini, dem Minister des Königes bei-der Siechen, einem Mann, der die Hoheitsrechte derweltlichen Monarchen standhaft verfocht, und darumkein Freund der Jesuiten war, Scrbclloni, einemstolzen und herrschsüchtigen Kardinale, der zwar dieJesuiten, aber nur so lange begünstigte, als er da-bey seine Rechnung fand, Malvezzi, einem entschlos-senen Gegner der Jesuiten, Sersal, einem frommenund wohlthätigen Manne, der vielleicht Pabst gewor-den wäre, wenn er weniger Blutsverwandte gehabthätte, de Solls, einem unerschrockenen Vertheidigbiger der Kronrechke, de Luynes, einem F> andres-