Band 
Erster Band.
Seite
277
JPEG-Download
 

Erstes Buch. 277

der VI. kein Julius II. oder andere ihnen ähnlicheScheusale zum Besitz der dreyfachen Krone erhobenwerden können. Aber leicht möglich wäre es gewesen,einen zweyten Hildcbrand, oder einen zweyten Rie-mens XIII. unter ihnen zu finden. Dieses war dennauch das Hauptbestreben der Zelanrcn, denen es nureinzig um einen Pabst zu thun war, welcher Stolz undKühnheit genug besessen hatte, der vorgeblichen Sa-che der Kirche, die weiter nichts als Hofsache war,einen glänzenden Triumph zu verschaffen. Doch konn-ten auch die Zelanren nicht durchaus einig werden.Die meisten aus ihnen strebten nach der pabstlichenKrone mehr aus Ehrsucht, als aus Grundsätzen, undfie selbst ermüdeten sich einander durch arglistige Rän-ke und Partheymachen.

Leicht läßt es sich begreifen, wie unendlich schweres bey einer solchen Menge von Kandidaten, die nachder höchsten Würde strebten, (ihrer waren achtzehn (*)und bey dem so sehr entgegengesetzten Interesse derFaktionen seyn mußte, die erfoderliche Stimmenmehr.heit einem Einzigen zu verschaffen. Vorerst, ehe einKandidat in Vorschlag gebracht werden konnte, muß-ten alle Verhältnisse genau abgewogen, und jede Par-they sorgfältig belauscht werden. Suchten die Zelan-rcn einen von ihrer Faktion zu begünstigen, so mußtensie einen solchen wählen, gegen welchen die Royali-sten am wenigsten einzuwenden hätten. Diese aber hät-ten eben so wenig aus ihrer Mitte ein Glied hervor-ziehen können, ohne es mit den weit zahlreichern Zc-lanrcn zuvor ins Reine gebracht zu haben. So nahmman sich gegenseitig in die Presse, und so zielte jederdahin, seinen Gegner zu überlisten.

Unter den achtzehn vornehmsten Häuptern, welche

) vieciotto ersno §Ii LminenEmi, ciie snelsvsrio sräent»-mente »I kspato.