282 Gesch. d. römischkath. Kirche.
TarreAlani wußte, daß über den alten Dochaut desKollegiums der Kardinal Casiclli alles vermöge. Da-her ließ er sich in Gegenwart desselben von Albaniversprechen, dem Braschi zur päbstlichen Krone be-hülflich zu seyn.
^ Je grösser die Hofnung eines Menschen ist, dernach Beförderungen strebt, desto grösser ist auch dieFurcht, die sich seiner mit jedem Schritte bemächtiget.Braschi wußte gar wohl, daß nur auf dem Wege derIntricke das Pabstthum erlangt werden könnte. Da-her befürchtete er, das, was er bereits mit den Han-den zu greifen vermeynte, durch eine unvorhergesehe-ne, zufällige Revoluzion wieder zu verlieren. Seinunmäffiges Bestreben n-ch der päbstlichen Würde ver-leitete ihn also, alle erdenkliche Mittel zu versuchen,um sich des Besitzes derselben zu versichern * *). Er hat-te einen Kammerdiener als Konklavisten bey sich, wel-chen er seit vielen Jahren her zu den niedrigsten Ge-schäften **) brauchte, und daher auf sehr vertrautemFusse mit ihm lebte. Diesem Hausbedienten entdeck-te Brafthi seine Hofnungen und seine Furcht, eröfne-te ihm die Geheimnisse der Partheyen, und erfülltedie Seele dieses Vertrauten, der schon seit lange ge-
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«») Worinn diese Geschäfte eigentlich bestanden, können diejeni-gen leicht errathen , welche die Sitten und die Galanterien derrömische» Prälaten in der Nähe kennen zu lernen die Gelegen-heit hatten. Handschriftliche Nachrichten drücken sich darübermit einer bedenklichen Zurückhaltung aus. Lgli avev-n, sagendiese» xreklo äi ie coms conclavika nn LLmeriere cii üi-r in.rima eonllüenea, clie keüelmente aveslo servito in
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