Erstes Buch. ' 289
Hl'sim, Borghese, Malvezzi, Visconti, panfili,parraviccini, und so gar auch der gekränkte islegro-m in die Arme der Zelanrcn geworfenWas bisher, nämlich bis zum 28. Christin. 1774.im Konklave vorgieng, daran hatten die auswärtigenHöfe keinen Antheil genommen. Die fremden in Romresidierenden Minister waren nicht einig, und hattenauch keine besondern Aufträge erhalten, diese oder je-ne Parthey zu begünstigen. Alles, was sie thaten,geschah aus ihrer eigenen Willkür; und Monino such«te nur aus Galanterie gegen eine Prinzessinn den Kar-dinal Braschi vom Heiligthume zu entfernen. Gleich-wohl waren die Höfe bey den gegenwärtigen Wahl-verhandlungen weit mehr als jemals interessieret. Der-jenige, welcher die geheimen Instruktionen der katho-lischen Monarchen in seinen Händen hatte, begab sicherst am obengedachten 28. Christin, in das Konklave,und ließ noch einige Tage vorübergehen, ehe er alsGeschäftführer der Hofe seinen Charakter entwickelte.Wie erschracken die Aclanren, als nun auf einmaldieser Herold der Könige, der spanische Kardinal deSolls, den Eminenzen bedeutete, daß er von Sr. Ka-tholischen Majestät den Auftrag habe, dem KardinalSimon,' das päbstliche Diadem zu verschaffen, übri-gens aber in allen Dingen mit dem Kardinal Castel-II, welcher im vorigen Konklave den Ganssanelli zumPabst machte, gemeinschaftlich zu Werke gehen soll!Eine solche Eröfnung setzte alle Maschinen der Arglistin Bewegung. Die Zelanrcn waren zwar bestürzt;aber noch weit entfernt, ihre Hofnmigen aufzugeben.Beyde Facktionen tratten mit Foderungen auf; undBraschl, der sich in der Mitte des Gedränges befand,versprach, was doch unmöglich war, beyde Partheyenin Ansehung ihrer Erwartungen zu befriedigen. DieZelanrcn wollten, daß der Exgeneral Ricci samt al-len in der Engelsburg befindlichen Exjesuiten losge-