Erstes Buch. zoi
Umständen, wie Drascht auf diesen hohen Posten er-hoben wurde, war es freylich ein höchst gefährlichesAmt, zu einer Zeit, wo unter dem verhungernden Vol-ke Unwille und Empörung ausbrach, die öffentlichenEinkünfte zu verwalten. Allein man schien für einso wichtiges Amt gerade ein Subjekt nöthig zu haben,welches ohne vieles Geräusche die Mangel der vorigenVerwaltung, und die Beraubung der Staatsgelderdecken könnte. Man wußte zwar wohl, daß Draschrin sehr dürftigen Umstanden lebte; aber man traute esseinem Ehrgeize, so wie seiner Einsicht zu, daß er zueiner Zeit, wo der Betrug am ehesten entdeckt werdenmußte, nicht so leicht auf seine Bereicherung denkenwürde. Hierum hat man sich zwar nicht betrogen.Aber die Lasten des Volks wurden darum um nicht vielerleichtert. Ein Gencralschatzmeistcr bleibt stets derSklave seiner Subalternbedienten, die es in der Prak-tik haben, ihre Vorgesetzte» zu hintergehen Solange nicht die pabstliche Legislatur verbessert, und al-le Monopolien und dergleichen auslaugende Uebel ab-geschaft werden, laßt sich an keine gute Verwaltungder Finanzen denken *"). Drascht hat mit aller erdenk-
*) Kon e in valin lisl lekorisrs, ns in lva Paters I-t mallepalitica s kr,ruclolents 6i quello 6oviria5o llipLrtimento. direziliri , e 1s compntiilcrie intreccinte cii cnkale, cl'ing-m-ni, e 6i ZeroZIivLi miilerloll kanna in mnna 6e' minikritiikarliin-rti, i ^usli eun giottricn nrtiüriolr kinno comp-irirs8Ü axzetti piccoli Zrmiä!, e i gran6i piccali, e iono tnntlespsrti in Hueilri pnrte <!, tillcn in§-rnnsvole e lollllis» , cliekmino rillettere il Vene a il male ciclln rnriane, e ^l'inte-rell'i 6sl sovrnno n <p,sl punto 6i vistn, cke Ivr pince.
*')l^er gunnto lieno eivc^si c cautelme ls niiturs , sve xren-6anli änl mmlilra 6el puvllca errnrio, nan e pollivils lenrnnuziiarnre il co>Iise 6el!n leWisIsLiane civile e criminais kon.tiücio, tor 6i mer^a le kiocli, i monopali. le nvLnie, e lscancullloni 6c' enmernli, clox-mieri, sä sltri 6i limil cnrnt-
(Gcsch. d. röm. Vtrche. I. Dd.) 8