Z98 Gesch. d. römischkath. Kirche.
beklagten Exjesuiten, denen es leicht abzusehen ist,daß sie unmöglich die achten, oder, in so ferne es mitihrer Acchtheit seine Richtigkeit hatte, offenbar inder Absicht zur Grundlage des Prozesses genommenseyen, um die Beklagten, warum es auch eigentlichden Zelanten zu thun war, als unschuldig der Weltdarzustellen. Daher vermuthen selbst die Kurialisten,daß die Bekanntmachung dieser Schriften mit gutemWissen und Willen des Pabstes, und aus der feinstenPolitik seiner Minister veranstaltet worden sey, um sowohl der Nachkommenschaft als den Zeitgenossen ei-nen Beweis hinterlassen zu können, daß nur unge-rechte Zumnthungen, Zwang und Politick den Heil.varer genöthiget hatten, sich zu einer Zeit, wo erund der Heil. Stuhl ihrer Früchte am meisten benö-thiget gewesen waren, eines so fruchtbaren und nützli-chen Ordens Zu berauben*).
Liefet man diese öffentlich bekannt gemachten Pro-zeßacten, so wird man auch nicht einmal den gering-sten Flecken an den Jesuiten gewahr werden. Abereben diese Mackellosigkeit macht ihre Unschuld unend-lich verdächtig, und den Betrug, der dabey vielleichtgespielt wurde, höchst wahrscheinlich. Man müßte et-was voraussetzen, was ganz der Natur zuwider Wa-re, wenn man ie im Ernste glauben könnte, daß ei-ne Gesellschaft von Lcnthcn, die schon so lange, und
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