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Zweytes Buch.
ten einander sehen konnten, auch zur Zeit der Messe.Man hat alle, auch die öffentlichste Nachrichten ge-heim gehalten und verborgen; und nie wußte man es,wenn jemand in diesem Elende starb, um ihm schien»nig mit einem Suffragio zu Statten zu kommen.Der Supplikant hat oft mit Bescheidenheit angehal-ten, man möchte ihm doch den unglaublichen Ver-druß erleichtern; man möchte ihm die von ihm ge-schriebene Papiere geben, welche doch nichts als an-dächtige Gedanken oder gelehrte Anmerkungen enthal-ten, wie man eingesehen haben muß; man möchteihm Bequemlichkeit zum schreiben verschaffen, undbezeichnete Blatter Papier geben, welche man nachse-hen könnte. Es wurde ihm aber alles abgeschlagen.Ja dieses letztere wurde ihm am Ende gestattet, aberdiese Erlaubniß gleich wieder zurückgenommen. Esist also seit zwey Jahren dem Supplikanten aller mensch-liche Umgang abgeschnitten, welcher allein auf denHerrn Major pescarore und zuweilen auf denHerrn Vizckastellan eingeschränkt ist. So würdig aberauch diese Personen sind, so sind es eben doch Män-ner, welche Befehl haben, ihn eingeschränkt zu hal-ten; und der erstere hat erkläret, daß er keine Machtzu helft» habe, wohl aber schaden könnte. Auch sogarmit dem Arzt, mit dem Chirurgen und dem Apothe-cker darf er nicht allein sprechen, und die Operazionendieser Herren haben oft in Gegenwart mehrerer Per-sonen geschehen müssen. Er hat Niemand, mit demer in Gewisscnssachen sprechen könnte; und mit demBeichtvater muß er Zurückhaltung (?) gebrauchen.Diese äusserste Strenge ist zwar in einigen leichternArtickeln etwas gemildert worden; es sind aber neuer-dings noch viel strengere Befehle eingelaufen. Sowurde z. B. zur Zeit des Spazierganges eine Schild-wache hingestellt, dieser aber verboten, ein Wort zusagen. Der Supplikant war wenige Treppe» des