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Erster Band.
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412 Gesch. d. römischkath. Kirche.

verknüpfte Umstände, und endlich durch meine Gefan-gensetzung, durch die dabey vorgewaltete Gewalt, unddurch die meinem guten Namen zugefügte nachteiligeFolgen, lauter betrübte und notorische Begebenheiten,bekümmert, und in Schaden versetzt haben. „

»Ich bitte den Herrn, zuerst mir aus lauterer Gnadeund Barmherzigkeit und um d>s Verdienstes Jesu Chri-sti willen, meine vielen Sünden zu verzeihen, hernachauch den Urhebern und Beförderern obgcmeldteu Uebelsund Schadens zu vergeben, und ich bin gesonnen, mitdieser Gesinnung und Gebet im Herzen zu sterben.»

»Endlich bitte und beschwöre ich jeden, wer dieseErklärungen und Protesiazionen lesen wird, sie, sovielihm möglich seyn wird, überall bekannt zu machen:Ich bitte und beschwöre unter allen Beweggründen,welche jeden zur Erfüllung dieses meines Willens bewe-gen können.»

Ob diese eben angeführten Protesiazionen das eigeneWerk des sterbenden Generals, oder aber die Arbeiteines verborgenen Exjesuiten seyen, ist noch nicht ent-scheidend ausgemacht. Die Gründe derjenigen, welchediese ganze Unschuldserklärung für das Produkt einesanonymen Betrügers halten, sind eben so wichtig, alsdie derjenigen, denen es gefalt, das Gegentheil zu be-haupten. Letztere setzen schon, auch ohne durch Prote-stazionen von der Art, wie Ricci sie in den letzten La-gen seines Lebens von sich gegeben haben soll, die Un-schuld der Exjesuiten als eine Sache voraus, über wel-che kein Zweifel mehr statt finden dürfte. Die erstemhingegen, die eine solche Voraussetzung noch lange nichtfür ausgemacht gelten lassen, finden bedenkliche Schwie-rigkeiten, die Aechtheit dieser Protesiazionen so ganzohne alle Bedingniffe anzuerkennen. Ihnen scheint esverdächtig, daß diese Unschuldsbctheurungen zuerstschriftlich von den in Rom befindlichen EHesuiten um-hergebolen wurden. Sie laugnen zwar nicht, daß

Ric-