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Zweytes Buch.
nannte heilige Rom mit dem alten heidnischen zu verglei-chen, sie würden schon längst der für ihren politischen Wohl-stand so fatalen Ehre, die Hauptstadt der katholischenWelt zu heissen, entsagt haben. Billigermaaffen hattedenn auch die eben angeführte Antwort des Pabstesden Römern mißfallen sollen. Vor Zeiten war esgewöhnlich, bey dieser Gelegenheit dem Senate unddem römischen Volke die Aufrechthaltung seiner her-gebrachten Privilegien zu versprechen. Allein pluswich einem solchen Zwange aus, und versichertedagegen, daß alle seine Sorge dahin gehen würde,den Religionsdienst zu befördern.
Vom Kapitol, wo er dem versammelten Senate denpäbstlichen Seegen gab, lenkte er seinen Ritt durchdie Straffe del Campe» Bovario, und durch denprächtigen Triumphbogen, der auf Kosten des Hofesvon Neapel den farnesischen Gärten gegen über errich-tet war. Als er in der Nahe der Lateranensffchen Kir-che anlangte, kam ihm der Erzpriestrr derselben, Kar-dinal Marefoschr, ntit seinem gefammten Klerusentgegen, welchem zwey Kruzifixe und zwey prächtigeThronhimmel voransgetragen wurden. Dieser Kleruswarf sich samt dem Kardinalerzpriester bey Ansichtdes Pabstes auf die Knie, und kehrte wieder zu demThore zurück, von welchem er ausgieng. Sobaldpiu« an der Kirche ankam, stieg er vom Pferde,und küßte kniend das ihm vom Erzpriester dargereichtegoldene Kreutz, während die päbstliche Kapelle denHymnus: Leos 8sLer<Ios msgnus anstimmte. Unter-dessen näherte sich plus dem an der heiligen Porteerrichteten päbstlichen Throne, auf welchem er von denassistierenden Thronfürsten pontifikalisch angekleidet wur-de. Sitzend empfteng er sodann zwey Schlüssel, de-ren der eine von Gold und der andere von Silberist, und die ihm der Kardinalerzpriester auf einemvergoldeten Teller kniend überreichte; worauf sich der