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Erster Band.
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424 Gesch. d. römischkath. Kirche.

er knieend ein kurzes Gebet verrichtete/ und dann ste-hend die Antiphone: Lum iucunllimte anstimmte. Wäh-rend der Chor in dem Texte zu singen fortfuhr/ giengjedermann durch die heilige Porte zur Kirche hinaus,pius folgte zuletzt/ und setzte sich auf den vor dersel-ben errichteten Thron/ indessen Steine / Mörtel/ Kalk/und überhaupt alles / was zur Verschlicssung der Portenöthig war/ hcrbeygeschaft wurde. Alle diese Materia-lien weihete der Pabst mit verschiedenen Gebetsformuln/Beraucherungen und Wasserbesprengungen. Nach ge-schehener Einweihung kniete er auf der obersten Thor-schwelle nieder - und ließ sich von dem Großpönitenziareine Maurerkelle reichen / mit welcher er an drey ver-schiedenen Stellen unter besondern Gebetsformuln Kalkhinschüttete. Diesen ebnete er / warf einige goldeneund silberne Medaillen darauf/ und legte endlich dieersten drey Steine hin/ auf welchen fein Geschlechts-wappen und die Jahre seines Pontifikats ausgehauenwaren. Nach dieser Verrichtung näherte er sich seinemThrone wieder / wusch sich die Hände/und betete/ wah-rend die Pönitenziarien noch einige Steine einlegten/bis endlich die Porte durch Hülfe eigens bestellterMaurermeister ganz verschlossen war. Nun wurde derambrosianische Lobgesang angestimmt/ und nach des-sen Beendigung dem versammelten Volke der päbstlicheSegen gegeben.

Was der Pabst an diesem Lage in der VatikankircheM eigener Person that/ ließ er in den andern Haupt-kirchen durch seine Legaten a Latere vornehmen.