Band 
Erster Band.
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4-8 Gesch. ö. römischkath. Kirche.

jener Vorzug des römischen Pabsts so wenig, als diemonarchische Kirchcnregierungsform je verändert wer-den könne. Aber es ist kein göttlicher Glaubenssatz,daß der Namen, die Macht, die Gerichtsbarkeit, unddie Regierungsform der Könige dieser Erde unbegranz»bar, erweiterungsunfahig, und unveränderlich sey.So ist es auch ein göttlicher Glaubenssatz, daß die-ser apostolische Thron mit allen seine besondern Charak-ter, und Gerichtsbarkeitsvorzügcn bis an das Ende derWelt dauern werde; aber es ist kein göttlicher Glaubens-satz, daß auch die Könige der Erde ein solches vorzüg-liches Privilegium haben *). »

Die Könige schienen damals, nämlich im zweytenRegierungsjahre d,s gegenwärtigen Pabstes, sehr ge-neigt, obiges Argument umzukehren; dasjenige, waszum Vorzüge des römisch en Throns erhoben wurde,sich zuzueignen, und diesem das zu lassen, was nurgleichsam als ein Gnadenrecht der königlichen Würdezu Theil werden sollte.

Der kaiserliche Hof zu Wien fuhr fort, das Sy-stem der Immunität zum auffallenden Nachtheile derpabstlichcn Hoheitsvorzüge zu erschüttern. Die Kaise-rinn besetzte, ohne den Pabst zu fragen, die durchden Tod des Kardinals Serbellom erledigten Abteyen.Sie ließ in der Lomdardey den Bcllarmimschen

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