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Erster Band.
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49o Gesch. d. römrschkath. 5 Nrche.

einer vergoldeten Kelle die Kiste verküttet hatte , wur-de dieselbe samt dem geweiheten Stein von einem Mau-rer, der unmittelbar vor Sr. Heiligkeit hergieng, Pro-zessionsweise und unter Voraustragung des pabstllchenKreutzes an den Ort gebracht, wo das Fundament ge-legt werden sollte. Dort stimmte plus die Antiphone:mane lurgsns ^acob poluir Ispiclsm in ritulum an, undweihete , wahrend die Kapelle im Texte dieser Antiphonezu singen fortfuhr, den Stein neuerdings; befestigtedenselben hierauf mittels eines Bandes mit der Kiste,versenkte ihn in eigener Person in den Grund, und be-sprengte dann den ganzen Boden, auf welchem das Fun-dament ruhen soll, mit geweihctem Jsop. Hierauf gienger wieder zum Altar zurück, und intonierte dort erst dasVeni Creator 8piricuü, und dann den ambrosiamschenLobgesang. Nach dessen Beendigung ertheilte er allenUmstehenden den pabstlichen Seegen, und auf 50. Jah-re Ablaß, worauf sodann jedermann seines Weges wie-der nach Hause gieng.

Segen und Ablaß hinderten gleichwohl die mißver-gnügten Römer nicht, die neue Sakristei) zu verwünschen.Es wollte ihnen gar nicht gefallen, daß auf der Denk-münze, welche in den Grund vergraben wurde, dieWorte uc publlca implerst stuhnden, da es doch je-mann in die Augen fiel, daß Plus diesen kostspieligeBau aus eigener Phantasie, und keineswegs von denWünschen des Publikums aufgefodcrt, unternommen ha-be. Auch war es leicht vorauszusehen, daß bey den er-schöpften Finanzen der pabstlichen Kammer die ganzeLast der Kostcnbestreitung am Ende auf das ohnehin schongedrückte Volk fallen müßte. So war es denn wohlkein Wunder, wenn hier und da bedenkliches Murrenunter den Römern ausbrach. Um dieses zu stillen, nahmzu den gewöhnlichen Kunstgriffen übelgearteterRegenten seine Zuflucht. Er suchte die Aufmerksamkeitdes Volks mit andern Gegenständen zu beschäftigen;