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Handbuch für Kunstliebhaber und Sammler über die vornehmsten Kupferstecher und ihre Werke : vom Anfange dieser Kunst bis jetzo : chronologisch und in Schulen geordnet / nach der französischen Handschrift des Herrn M. Huber bearbeitet von C.C.H. Rost
Entstehung
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zg6 L. Cheron.

erlernt hatte, gierig er nach Italien, wo ein Aufentthalt von >8 Jahren ihm Gelegenheit gab, die großenMeister dieses Landes zu studieren. Er compoiiirke mitLeichtigkeit und zeichnete richtig, aber man tadelt anseinen Figuren Mangel an Grazie. Er kam zurücknach Paris wo er mehrere Bilder malte z unter anderndie beyden Maitafeln zu Notre-Dame, davon eine dieHerodias mit dem Haupte Johannis des Täufers, dieandere die Predigt des Propheten Agabus vorstellt.Uebrigens hat er viel in dem Hause seiner Schwestergemalt, mit der er in dem beßten Verhältnisse lebte.Die reformirte Religion zu der er sich bekannte, warein'Hinderniß seiner Aufnahme bey der Acadcmie derMalerey; dieses Hinderniß war Ursache daß er sichnach England hegab, wo sein Verdienst anerkanntward. Er malte beträchtliche Werke im SchlosseBouglton, dem Lord Montaigu gehörig.

Louis Cheron hat mehrere Stücke von seiner eigenenErfindung radirk. Seine Manier ist schön und imgroßen Geschmacke.

St. Petrus heilt einen Lahmen an der Thüre des Tem-pels , in gr. qu. Fol.

2. Ananias und Saphir«, mit dem Tode gestraft, in gr.qu. Fol.

z. Der Verschnittene der Königin Candacss, von Philippusgetauft, in gr. qu. Fol.