2 Geschichte ver Römischkatholischen Kirche.
genken. Seine Anstalten umfaßten eine allgemei-ne Kirchenverbesserung. Seine zwey und zwan- ^zigjahrige Regierring war ein ununterbrochenesFortschreiten zu einem Ziel, welches nur er ^und diejenigen wahrnehmen konnten, die für gc- ^rauschlvft Thaten einen Sinn hatten. ^
Der Zweck, den Leopold zu erreichen such- lte, war im Grunde der nämliche, den lein Bru-der , Joseph tt. bcabsichtetc. Mein sie warenganz verschieden in der Wahl ihrer Mittel. Wodieser nach Cvldatenart geschwinde und gänzlicheUnterwerfung foderte, schien es jenem nöthig,sich auf den innern Beyfall der Ueberzeugung zuverlassen. Joseph Il- wollte reformieren, oh- lne zuvor das Volk belehrt zu haben. Leopoldließ hingegen die Belehrung der Reformation vor-ausgehen. ^
Man hat es an dem Kaiser getadelt, daß erin kirchlichen Dingen so viele Aenderungen ohnealle Mitwirkung von Seite seiner Landesbischöfegetroffen hatte. Diesen Fehler suchte nun derGroßherzog zu vermeiden. Nachdem er mittelstseiner Landesherrlichen Gewalt bereits eine MengeDer gröbsten Hinderniße bey Seite geschaht hatte,glaubte er nun seinem Ziele nahe genug zu seyn, ^um je?zt ohne Gefahr von seinen Landesdischbfengemeinschaftliche Mitwirkung fordern zu dürfen. !Zu dem Ende wurde mittelst eines Zirkularschrei-bens vom 26 Jenner 1786. allen toskanischen