Band 
Fünfter Band.
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Fünfzehntes Buch.

Minden entfernt von ihren Wohnungen, oderin unbequemen und nicht sehr frohen Gegenden sichbefinden. Der Kirchendienst hingegen, oder dersogenannte Stand der Offiziatur liefert meistensdie arbeitsamsten, geübtesten, und vielleicht auchdie gelehrtesten Priester, indem sie zu ihrer Er-Haltung keine andere Aussicht haben, als sich durchFleiß und Gelehrsamkeit auszuzeichnen.

Die Bischöfe können diese Bemerkungen, sowie auch die kirchlichen Gesetze, ihre Erfahrungenund den Lokalzustand ihrer Diöccsen beherzigen,Labes alles genau prüfen, und sich daraus einSystem entwerfen, welches für das Wohl derKirche und den Religionsdienst am zuträglichstenist. Sie haben dabey auf weiter nichts, als aufden Kanon des Chalcedonischen und Tri-entinischcn Konsiliums, (Sitzung 23. Kap.16.) der in seiner Kraft behalten werden muß,Rücksicht zu nehmen; indem sie allein die Schuldschlechter Priester bey Gott zu verantworten, und,was für ein System sie auch immer festsetzenwerden, alle diejenigen, bey welchen sie wahre Fä-higkeit zur Berufserfüllung, Ehrbarkeit des Le-bens, Talente und Gelehrsamkeit, ohne welchesie ihr Amt nicht mit Nutzen bedienen können, vomPriesterthum zu entfernen haben, so viele Titelund Ansprüche sie auch für sich vorzuweisen habenMöchten.

Sollte das eigene Vermögen als ein gültigerTitel zur Ordination angenommen werden, soA5