Band 
Zweyter Jahrgang.
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Die Schweitz.

Beym Eintritt in die Schweitz von Seite Genfs, mußes einem Reisenden sehr auffallend vorkommen, da erauf der Landstrasse alle Augenblicke auf Hochgerichtestößt, wenn er nicht weiß , daß bald eine jede Vogte»oder Herrschaft ihre eigenen Gefangenbehaltnisse, nebstdem Gewalt hat, Verbrecher gerichtlich zu verhören, undihnen das Urtheil zu sprechen. Ich besuchte eines vondiesen Gefängnissen , welches dem Baron von pran-gins zusteht. Dasselbe bestuhnd aus vier Zimmern, diezu obcrst in seinem Schlosse waren *) : Allein es befandsich niemand darinn.

In den Gefängnissen der Kantone, die ich besuchte,hat ein jeder Arrestant sein eigenes Zimmer , damit sie,wie mir die Kerkermeister sagten, einander nicht untenrichten können. Keiner war angeschlossen. Sie werdenin mehr oder weniger festen und hellen Zimmern ver-wahrt , je nachdem ihr Verbrechen ist. Ueberhaupt abersind die Gefängnisse sehr stark. Jedes Gemach ist nurrmrirt, und der Schlüssel mit dergleichen Zahl bezeich-net. In den meisten sind deutsche Ofen. Ihr gewöhn-licher Unterhalt kostet des Tags 12, Sous. In verschie-denen Kantonen fand ich gar keine Gefangene. Die

Punkte durch den Z2. Artickel des Reglement cke l'IIluüre Aleclitr-tion xiour la kaellic-ition äes troublen <le Is Rexnbligue <Ie 6 ene-ve cle 1 'Lnnes I7Z8. namhaft eingeschränkt wird. Derselbe kantet:I-es necules L criminelr ne xourront etrs axpligues ä Is guelkion011 tortvre, gve prealalilement ils n'avent ete xar sugement äe-linitik conklamne« n mort.

«) Wie sehr verschieden von der alten grausamen Art, die Gefange-nen in finstre grause Löcher zu stecken. — Doch das nämliche be-obachtete ich in dem Schlosse auf der Insel Gorg na in Italien,wo eben auch zwey Zimmer zuoberst auf der Burg kur die Gefan-genen bestimmt sind.