Band 
Zweyter Jahrgang.
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mit allen Wissenschaften. D'Alembert sagt : Ein Neu-ton, Bernoulli, ein Euler, sey nicht zu groß, um dieAnfangsgründe der Meßkunst zu schreiben. — Mittclmäs-sige Lehrer bilden mittelmäßige Köpfe; und so lang indiesem unglücklichen Aauberkreis herumgekrochen wird,bleibt alles mittelmäßig, und die beßten Satzungen undVorschriften werden nie Genie ersetzen.

Also nur wo vortrefliche Lehrer waren , könnte dieBahn so leicht gemacht werden, daß sie auch ssuigeruJahren zugänglich wäre. Die Schüler sollten bor al-len Dingen mit dem Geiste der Alten, durch Erzählun-gen aus der Geschichte, durch Lesung der gehörigen Bü-cher, bekannt gemacht werden; die Sprachen selbst wür-de man vornehmen, wenn warmer Eifer in dem Schü-ler die Kälte des Lehrers ersetzen könnte.

Nach kurzen Vorbereitungen sollte man alsobald mitLesen eines unterhaltenden Autors anfangen. Die Haupt-regeln sollten , wie sie vorkommen, wenige auf einmal,angemerkt werden; und wenn der Jüngling schon cini-germaassen damit bekannt wäre, könntclman sie ibm inder Gramatik zeigen. In jedem Spruche wollte ichnicht alle Regeln bemerken, viele auf den inorndrigcn Tagaufschieben, und im Interpretieren nur so viel Grama-tik anbringen, daß der Sinn des Spruchs aufgeheitert,nicht aber durch die Weitläufigkeit der Erklärung ver-dunkelt würde , und das Anziehende des ganzen In-halts nie verloren gienge. — Der Leser hört mit Begier-de an, was ihm den Spruch begreiflich macht; mehrwill er nicht wissen , sondern forteilen. Jeder neueSpruch wird seine Hinternisse mitbringen, und zu neuenAnmerkungen Anlaß geben. Wird Cäsar gelesen, sodenke der Berner an seine Legionen, an die Anstaltenseiner Feinde, nicht an die Gramatik. — Wenn aber derLehrer selbst wenig fühlt, oder gar eine erzwungene Be-