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Dein Glück empfindend sangst du frohe Jubellieder,
Wann Hintern Berg die Sonne sank;
Und vor der Morgenröthe warst du wieder munter,
Und lobtest Gott mit einem Psalm:
Dann giengest du voll Niuth an des Gesindes SpitzeAu deiner lieben Arbeit hin. —
Noch war die Liebe deines Gottes nicht erschöpfet;
Er gab dir Kinder zu erziehn.
Früh pflanztest du die Duzend in die zarten Herzen,
Uud wiesest Pflicht und Glück in ihr:
Sie salzen dich beglückt durch Arbeit im Berufe,
Und wünschte» es, wie du, zu sey»;
Denn dn verwahrtest sie, den Irrwisch nie zu sehenVon Wollust und von falschem Gluck.
An deiner >'cite lernten sie die seltne Weisheit,
Bey Arbeit immer froh zu seyn.
Sie wuchsen an, und folgten dieser Weisheit Beyspiel;
Und Tugend wuchs mit ihnen auf.
Auch Kindeskinder sahest du um dich rm Kreise,
Und gössest Weisheit in ihr Herz —
Die Weisheit: Gott durch Treu in dem Beruf zu dienen,Aufrieden, bey der Arbeit froh,
Frey vom Gelüst nach fremdem Gut, Feind alles ReichthumsDer nicht getreuer Arbeit Lohn.
Wer konnte deine Weisheit sehn, und dich nicht ehren,
Wer von dir »verbauet gehn? —
Mir schenkte Gott das Glück. Sie unverhüllt zu sehe»,
War meines Lebens bcßtes Glück!
Du lehrtest mich die wahre Weisheit kennen, liebenDer Vorsicht Ruf getreu zu seyn;
Und Gott berufte mich, iu Dir der Welt zu zeigenWas wahre Menschenwürde sey.
Sie ward erkennt— Ich sahe Fürsten, Helden, WeiseVor deiner Weisheit staunend stehn:
Sie fühlten ihre Schwache, Deine Würde — Aller SchimmerVon äußrer Grösse löschte aus.