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geistliche Akademie hineinzwingen , ohne zu wissen obdann ein Gebäude, das für Geistliche und im sechzehn-ten Jahrhundert aufgeführt war, für alle übrigen Stan-de der Bürgerschaft bequem sey. Vor sechs Jahren hakdie Regierung einen neuen Versuch gethan, allgemeine Er-ziehungsanstalten für alle Bürgerklassen zu errichten, undnach einer schon so lange fruchtlosen Bemühung noch ein-mal zur Absicht gehabt, Magistrate zu bilden. Da nundie sechs Probjahre verflossen sind , wird ihr vorgestelltwerden: Wie aus den errichteten Anstalten zwar einegute Schule, aber für Handwerksleuthe entstanden sey;und wie, zweytens , die in der Littcrarschule zu Anlo-ckung andrer Stände eingeführten Wissenschaften zumTheil Ursache waren, daß nicht einmal das zuvor schlechterlernte wenige Latein der Jugend beygebracht werdenkonnte. Das Hinzusetzen andrer Wissenschaften aber hateine solche Verwirrung angerichtet, daß, gerade weil manzwo Absichten durch eben dieselben Mittel erreichenwollte, jede gleich fehlschlug , und, nach der Meinungvieler Personen, ein ganzes Geschlechtalter so wohlan Sitten als an Geist verdorben ward.
Die Folge dieser Thatsachen wird ja wohl diese seyn:Daß nunmehr durch wiederholte Erfahrung, und durchdie Aussage der meisten Lehrer bewiesen ist, baß bey derheutigen Gestalt der Sachen neben dem Latein kein an-drer Unterricht als das alte Catechismuslehren und aufshöchste ein wenig Arithmetik bestehen kann ; also die Re-gierung , nicht durch Systeme verführt, aber durch Er-fahrung belehret, entweder eine besondre Einrichtungfür die Bildung der Magistrate, Offiziers und Ranz-leyer befehlen, oder, nach so vielen vergeblichen Versu-chen, dem Wunsch entsagen muß, andre als Geistlichezu ihrem Berufe zu bilden.
Nämlich Geistliche und Weltliche ru bilden.