deren viele vorireflich sind, dem Landpfarrer nützlicherals alle Alten, die ohne Weltkenntniß unverständlich blei-ben , und mehr den Weltmann als den nützlichen Ge-lehrten bilden. Welchen grossen Nutzen kann ein Geist-licher aus den vielen Schlachten und Kriegen schöpfen,welche überall bey den Griechen und Rö/nern vorkom-men? Weder Tacikus noch Horaz werden auf einer Stu-dier - noch Kinderstube, wohl aber dieser an Chlocns Sei.te , jener an Höfen und in der grossen Welt' begreiflich.Und, was würde endlich der fromme Seelenhirt bey dergänzlichen Unwissenheit jener glänzenden aber verdorbe-nen Welt verlieren ? Die ländliche, sanfte, oder erhabeneNatur , welche überall den Schweizer umgiebet, ist eineso reiche, so unerschöpfliche, so manigfaltige Quelle vonGlückseligkeit und steter Betrachtung; sie ist insonderheitdem Frommen so begreiflich, so paradiesisch helle, daß inihrem Glänze der Schimmer der Welt zur Nacht verdunkeltwird. Im Schooße seiner Familie mit Gott und der Na-tur leben , der einzigen Beschäftigung eingedenk, die an-vertraute Heecde auf der Bahn der Tugend zu einer ewi-gen Glückseli.cheft zu leiten , ist vielleicht die erhabenste,gewiß die glücklichste Bestimmung. Also würden vermit-telst der Naturgeschichte die obern und untern Schulenmit einander genau verbunden, und neben dem grossenNutzen den diese Wissenschaft selbst gewähret, könnteauch durch sie die beßte Methode, die lateinische Sprachbeyzubringen, eingeführt werden.
Da auch die Naturgeschichte die einzige Anleitungzum Ackerbau und zu den wenigen medicinischen Kennt,Nissen ist die einem Pfarrer unentbehrlich sind, ss wäre derLehrer dieser Wissenschaft auch denjenigen Bürgern nütz-lich die sich der Heilungsknnst widmen; und ein botani-scher Garten könnte zum Nutzen und zur Belehrung allerAlter und aller Stande, und zur Zierde der Stadt an-