gelegt werden. Vielleicht wäre auch möglich einen Mannzu finden, der mit der Kenntnis der Naturgeschichte dieAnatomie verbinden würde und also junge Wundärzte indieser so nöthigen Wissenschaft anleiten könnte. So- wasre endlich eine Pflanzschule für Landscheerer wie in Zürichmöglich; und das Volk würde nicht mehr von Pfuschernauf die Folter geschlagen.
Vielleicht wird gegen die angerathcne Abschaffung desStreitcatheders eingewendet werden , daß , nach demneuen System, die jungen Geistlichen allzuwenig in derTheologie unterrichtet würden.
Allein die Stunden, welche der Theologie abgebro-chen werden, gehören gar nicht zur Theologie. Die Pole-mik lehret was die Theologie nicht sey, und ist, wieich oben angemerkt habe, eine höchst gefährliche Wissen-schaft , die den denkenden Gelehrten irreführt, uirddem Dummkopf, der alles glaubt was ex Cathedragesagt wird, unbegreiflich bleibt. Da sie noch dazu mit derwöchentlichen Angewöhnung zum Disputieren vereinigtist, so kann sie aufs Höchste den Schafsinn üben, abernicht das Herz zur Duldung und zu den friedlichensanften Empfindungen stimmen , welche die Religion s»anziehend selbst für Ungelehrte machen , und mehr Her-zen gewinnen als je die Polemik Köpfe in die Orthodoxiehineindemonstrierk hat.
Wie verschieden sind nicht die Empfindungen, welchedie Betrachtung der Natur dem fühlenden Herzen gewah-ren ! Aus ihr strahlet das Licht der wahren Religion,welche den Verstand beleuchtet, nnd das Hertz erhebt.Sie nur beseelte den frommen Feneion *), und bezwängdurch den Zauber seiner himmlischen Tugend die roheWuth feindlicher Heere. Allein, man bekriege sich nicht:Die Betrachtung der Natur ist eine schnell vorübergclM
Man lese sein W rk äs 1'Lxilleuce äs Dien.