den gegen Süden allmalig , bis gegen die Mitte , die amhöchsten liegt; wo man den Reisenden an der Strassebey Pompaple einen Bach weist, von dem der eine Theilgegen Mittag, der andre gegen Norden zufließt, undunter dem Namen venog» und Orbe, die das Landdurchströmen, erstre in den Genfer-letztre in den Neuemburger-See sich stürzen. Das Land ist uneben, derBoden fruchtbar; aber jenes nicht bevölkert, dieser nichtangebaut wie es seyn könnte; hin und wieder siebt mannoch viel Sumpf rund Waidland , das dem Anscheinnach nur vernachläßigt ist, und leicht könnte urbar ge-macht werden. Die schönste und fruchtbarste Gegend istdas Thal das mitten im Land von der Venoge durch-strömt wird. Diesen Fluß unternahm im Jahr 1639.eine Gesellschaft , vermittelst eines Kanals mit der Orrbe , und so den Neuenburgersee mit dem Genfersee,das mittelländische Meer mit dem mitternächtlichen,;»vereinigen. Der Anfang wurde wirklich gemacht , undder Kanal bis Enkrerochcs gebaut; aber da blieben dieUnternehmer mit dem Werke , das ihre Kräfte überstieg,stecken; und alle Waaren mußten dort ausgeladen, undauf der Achse nach Morste gebracht werden. Durch dieErbauung der Landstraßen ist die Wasserstrasse sehr inAbgang gekommen. Die Sicherheit des Transports er,setzet dem Handel die Vertheurung desselben ; das Landgewinnt, dabey durch den stärker» Vertrieb der Landes-produckte , und der Staat durch Vermehrung der Zölle.Diese Gegend ist mit theils zerstörten , theils ncuerbau-ten Schlössern und Edelsitzen übersäet. Unter den letzter»zeichnet sich St. Saphorin , vüllerens, Liste, St.Bartholeniy aus; unter den alten noch stehenden Wüf-lens, Momrichet, Lassara und Lhampvent. Das Volkunterscheidet sich in nichts von dem schon beschriebenendes östlichen Theils der Waat. Seine Sprache soll den-
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