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noch verschiedene Dialekte haben. Da ich aber keineverstehe, so kann ich Ihnen auch nicht sagen, welches diewenigst ausgeartete von der Muttersprache ist. Die Klei-dung schien mir die nämliche, so auch die Bauart. Woh-nungen , Gerathschaften, Strassen und Zaune, zeugenweder von Ordnung, noch Fleisse, noch Reinlichkeit;und die Einwohner selber in ihrem Thun und Lassen amwenigsten. Das beßte Bauernhaus, obwohl von Steingebauet, und mit Ziegeln gedeckt, hak in Vergleich»»-?mit den hölzernen Strohhütten des deutschen Gebiets einarmseliges Aussetzn. Die Nahrung ist die nämliche:Brodt, Gemäß und Käse, die sie Tommes nennen.Der ganze Unterschied ist, daß der Landmann hier seinBrodt selbst baut, dort aber kaufen muß. Dem Wein,der hin und wieder in der Gegend wachst , vorzüglichum Orbe herum, sind sie nicht weniger ergeben als ihreNachbaren; ist solcher geringer und wolfeiler, so trinkensie desto mehr. Ein merkwürdiger Unterschied zwischendem Landvolk des deutschen und welschen Bernergebietsist : Daß, wie dort das Bergvolk feiner, aufgeklarter,gesitteter und geselliger ist als die Thalleuthe, hier imGegensatz dasselbe roher und gröber scheint. Die Bewoh-ner des Lae de Joux machen inzwischen hieven eine Aus-nahme. Diese reißende mahlersche Gegend ist von einemungemein ingeniösen Völkgen bewohnt, das den Kunst-fleiß in mechanischen Kunstwerken sehr hoch treibt, vor-züglich in Veredlung der Metalle und Steine. DasThal, bey sechs Stunden lang, ist aufeinem hohen Ber-ge gelegen, und von noch höhern umgeben,Won welchen dieWasser sich da in drey fischreiche Seen sammeln. Dermittlere und größte ist zwey Stunden lang, und eine breit.Von der hohen Lage hat der See und das Thal seinenNamen , dessen Bewohner , in drey Gemeinden getheilt,sich durch ihre Sittlichkeit sowohl als ihre Industrie aus-