mal aber so wichtig nicht mehr als vormals, weil nach Er-bauung der Landstrassen die Wasserstrasse sehr in Abganggekommen ist.—Ich ende, wo andre anfangen. Die Stadt,eine der vier sogenannten guten Städte (könne« Ville«)der Waadt, und in den Zeiten der abendländischen Kaisernoch eine der beßten in der Sequaner größten Provinz,nachdem sie durch verfchiedne widrige Zufälle sehr in Ab.gang gekommen, blühet gleichsam aus ihrer Asche wiederauf. Der Ort, mit Mauern umgeben, ist klein, und magseine Bürger nicht alle enthalten, die sich daher zum Theilin einer sehr angenehmen , breiten, offenen Vorstadt an-setzen. Die Häuser sind ganz von Steinen gebaut. Dievielen neuen, sowohl öffentlichen alS Partikular-Gebäudezeugen von dem auflebendem Flor. Seit weniger als fünf-zig Jahren haben das dortige Stadtwesen, so wie seineBürger, ihren Wohlstand, durch Anordnung, Fleiß undgute Wirthschaft verdoppelt. In diesem Zeitlaufe hat derMagistrat, ohne namhafte Fonds, mit Beyhülfe einigerLotterien, vorzüglich aber durch Unterstützung der hohenLandesregierung, das Bad , das Seethor, die Kirche,das Rathhaus, den Spithal von Grund auf errichtet;so, daß Uferten gegenwärtig unter die beßten Landstädtenicht nur des Cantons, sondern der ganzen Schweitz zuzählen ist. Von hier auf Milden sind vier Stunden; dasLand hoch gelegen, größtentheils Ackerboden mit Wäl-dern durchzogen; nach Petcrlingen fünf Stunden, zweyder Küste des Sees nach über Jvonand und Scheire; anwelch letzterm Orte, wo ein Freyburgischer Landvogt resi-dirt, vor kurzer Zeit ein schönes musaisches Pflaster ent-deckt worden. Von da wendet sich die Strasse durch san-digte Hügel ins Land hinein, und , wie ich glaube , vonder alten römischen Straffe ab, die von Neus auf Aubon-ne, von Aubonne über Cossonay nach Orbe, von Orbeüber Trecovagne nach Uferten, von da über Steffis nach
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