Band 
Zweyter Jahrgang.
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traide , wenn das Land daran Mangel hat, und die Zu-fuhr aus Frankreich gesperrt ist. Der Handel macht dasgrosse Geschäfte der Einwohner aus. Industrie ist we-nig da. Die Buchdruckern) des Herrn Professor vonFelice ist die wichtigste im Lande, und hat mehr in Verlagals drey oder vier in Lausanne. Der Besitzer ist mehrals Buchdrucker; ein gelehrter Polihistor, und Verfassersowohl als Herausgeber verschiedener ungemein geschätz-ter Werke. Was diese Stadt vor andern der Waatganz besonders auszeichnet, ist ihre vortreflichc Polizey,die sie einigen aufgeklarten und verdienstvollen Magistra-ten zu danken hat. Ihre Bettelordnung ist ein Musterin ihrer Art. Alles zeugt da vom Wohlstände der Ein-wohner , der aber, wie man mir sagt, bereits seine ge-wöhnliche Frucht, einen Aufwand erzeugt, welcher Pa-trioten in Schrecken setzt. Die dortige Bader sind seitmehrern Jahrhunderten bekannt , und das Mineralwas-ser wird auch am Orte getrunken. Was aber mehr zurGesundheit der Einwohner als dieses beytragt, ist diefreye Lust; die beyden stärksten Landwinde von Sud.West > und Nordostcn durchstreichen alle Gassen ; und ob-schon die Stadt mit Wasser umgeben , und zwischen ei-nem zwey Cknnden langen Sumpfiand und einem Seegelegen ist, so ist doch der Aufenthalt so gesund in Rücksichtauf die Luft als anmuthig in Rücksicht auf die Lage. Hin-ter der Stadt auf einem herrlichen, beyden Seitender Ziel (Thiele) nach , welche die Stadt umfliesset,mit hohen Pappeln bepflanzten Platze , hat man einewunderschöne Aussicht aufdeu Neucnburgersee, in dessenBusen die Stadt liegt, der ganzen Lange nach. Der eineTheil der Ziel, die, nachdem sie sich mit der Oibe oberhalbder Stadt vereiniget hat, ist schiffbar, und macht west-wärts einen sichern Hafen: Die Schiffahrt von hier bisnach Solothurn ist in den Händen der Einwohner; der»