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grössere Theil gewiß unangebaut und menschenleer seynwürde/ wenn der Bauer nur halb so viel für willkührli-che Abgaben aufopfern müßte / als er jetzt an Zinsenfreywillig von ihm contrahierter Schulden entrichtet. —Aus den gleichen Ursachen unterscheiden sich Freystaatenso oft durch Aufklärung/ Cultur der niedrigen Stande,gute Erziehungsanstalten, und blühenden Zustand derKünste und Wissenschaften; welche Vorzüge besondersdie kleinsten unter ihnen, wie z. B. Genf, vielleicht ganzallein ihrer Verfassung zu danken haben. Diese Segnun-gen alle sind Früchte der politischen und nicht blos derbürgerlichen Freyheit, die so oft aus ersterer entspringt.Eben darum sind sie auch an sich dauerhafter und schätz-barer als die Vortheile welche ein aufgeklärter und güti-ger Fürst seinen Unterthanen verschaffen kann; denn die-se verschwinden mit ihrem Urheber, mit welchem auchder Patriotismus der meisten ihm ergebenen Untertha-nen abstirbt. Wie lange hingegen blieb nicht in Repub-licken, deren Staatsvcrfassung ursprünglich gut war,in Griechenland und Nom z. B. die Maße der politi-schen Tugend groß! Und war diese nicht eine Folge derRegierungsform, welche vorzüglich jene grossen Heldenhervorbrachte , die im Dienste des Vaterlandes Thatenverrichteten die wir heutzutage nur noch staunend bewun-deren? Politische Tugend fließt also hauptsächlich auspolitischer Freyheit, und kann sie noch weniger entbeh-ren als moralische Tugend die bürgerliche Freyheit. Sobald sie sich verliert, kann man auch sicher darauf zäh-len , daß die politische Freyheit, die so genau mit ihrverknüpft ist, ebenfalls abnehme. Denn wie verwand-le» steh Aristokratien in Oligarchien, und diese in Mo-narchien ? Wenn Vaterlandsliebe, die Quelle edler Auf-opferung eigner Vortheile für das Wohl des Staates,wenn alle Tugenden die wir an grossen Republikanern