heurathet, die schon lange aus den Herzog einen starkenEindruck durch ihren muntern Umgang gemacht/ den ernun mit der artigen Frau fortsetzen wollte, und damitdem jungen Ehemann nicht wenig Unruhe erweckte. Obnun dieser, seinem Herrn Gleiches mit Gleichem oder nochAergcrm zu vergelten, sich mit Ulrichs Gemahlin eben-falls in ein Liebesverständniß einließ? So viel ist gewiß,daß der Herzog, so wenig er sonst seine zänkische Frauleiden mochte, da ihm >tzt sein Trompeter allerley ver-dächtiges Zeug von ihr zu Ohren trug, auf seiner Seitenoch eifersüchtiger ward; so daß es zwischen ihm undHansen zu manch lebhaften Erklärungen, und wirklichso weit gedieh, daß Hünen einstweilig aus Bitterkeit ge.gen Ulrich sich von Hof entfernte, aber bald — wahr,scheinlich aus Neigung zu Sabine, wiederkam. Sostuhndcn die Sachen, als der Herzog den 7. May aufder Jagd an Huttens Hand einen Ring bemerkte, undsolchen sofort für denjenigen erkannte, welchen er ehemalsseiner Gemahlin zum Trauring geschenkt. Es ist überflüs-sig zu erzählen, durch welche Mittel Ulrich fast. in dernämlichen Stunde der leidigen Wahrheit noch gewisserward Aber erst des folgenden Tags nahm er seine— man kann kaum daran zweifeln — absichtlich entschlaf,sene Rache. Den 8- May war wieder Jagen in Schön-dusch, und Junker Hans ritt nach Gewohnheit mit.So bald er ins Gehölze hiwingieng, befahl der Herzogseinem übrigen Gefolge, sich zu entfernen; wandte sichnun an Hurren, und warf dem Fleisch böscrrichr, wieer ihn nannte, seine vielfältige Untreue vor; Ein hartesWort giebt das andre. Endlich schreyt Ulrich Hansenan, sich seiner Haut zu wehren — stößt ihn mit dem De-gen nieder — löst dann dem Leichnam den Gürtel ab,und knüpft ihn mit demselben an die nächste Eiche auf.D»S Pferd des Entleibten verkündigt den Vorausgerilte.
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