Band 
Fünfter Jahrgang.
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erhalten. Die Socinianer fand er wenig zahlreich. Dr.Crellius, ein Enkel des Johann Crellius, sagte ihm: DieSocinianer seyn nicht Schuld an dem Schisma; manhabe sie angeschwärzt und verfolgt; da sie jeden, der Gottverehrt und Jesum Christum für seinen Erlöser ansieht, inihre Gemeinschaft aufnehmen, so werde eben dadurch dieKirche der Socinianer gleichsam der Vereinigungspunctfür alle andern, wenigstens die protestantischen Kirchen.Eben so unbillig seyn die Unitarier aus Polen und Sie-benbürgen, wie die Hugenotten aus Frankreich, verbanntworden. Nur die unchristlichen Verfolgungen seyn Schuldan der Trennung. Crellius versicherte Verneten, La Crozehabe es bereut, die Parallele zwischen dem Socinianis.mus und Muhamedismus geschrieben zu haben. Vernetreisete nicht, um zu disputiren, sondern um sich aufzuklä-ren. Er behielt feine eigne Gedanken. Aus feinen nach.herigen Schriften steht man, daß er eine. gewisse Mittel-strasse eingeschlagen, und sich über gewiste Punkten ebenso wenig als die erste, ursprüngliche Kirche in entscheiden,dem Tone ausgedrückt hat.

Unsere Reisenden besuchten die Synagoge der portugiesi.scheu Juden, welche sehr reich sind, aus dem StammenJuda herkommen wollen, und sich auch in ihrer ganzenLebensart von den deutschen und polnischen Juden unter,scheiden. In widerholter Unterredung mit einem jüdi-schen Gelehrten lernte Vernet den Nakionalcharackler unddie eigentliche Controversmethode der Juden genauer ken.nen. Er fand, daß diese Methode von niemand besser alsvon Limborch gebraucht worden..

Auch den Johann Le Clerc wollte Vernet sehn. Aeus-ferst gerührt war er bey dem traurigen Anblick dieses Ge-lehrten, welcher seit einem Schlagstuß ganz blödsinnig ge.worden. Der Geist schien verschwunden; der Körnerschlich hin und her in dein Museum; überall keine Ur-