Band 
Fünfter Jahrgang.
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«schrift wir nicht benachrichtigt worden! Ungewohnt ist„ein solches Verfahren, und sehr wenig entspricht es dem.„jenigen, welches die Diener der Genferschen Kirche ge,„gen Sie beobachtet haben. Augenscheinlich k^mpromit,„tiren Sie dadurch uns und unsere Kirche. Ihre Schuld„ist es, wenn wir uns hierüber öffentlich beschweren. Un.„lere Beschwerde haben wir unserer geistlichen Versamm-„lung, und selbst dem hochwürdigen Conststortum in„Schrift mitgetheilt, und dadurch diefe beyden Korps ab.„gehalten, daß sie, anstatt selbst öffentlich sich gegen Ihr,, Buch zu erklären, diese Erklärung uns überlassen. Uebri.„gcns erkenne ich mit gerührter Seele alles, was in Ihren„Gesinuungcn und Unternehmungen lobenswürdig und„groß ist, und sehr dankbar erwiedere ich Ihre Freunde„ schaflsversicherungen; nur müssen Sie auch nicht ver.„gessen, was ich immer an ihrer Theologie ausgesetzt,„und von den außerordentlichen Anmaßungen Ihrer Kir-„che besorgt habe. Möchte doch das Gute, daS Sie„durch Ihre Talente und durch Ihren Eifer in der Kirche„ausbreiten können, nicht durch Sonderbarkeiten ver-„mischt werden! Verzechn Sie mir meine Freymüthigkeit.„Die Pflichten der Wahrheit und Gewissenhaftigkeit gehn„jeder andern Pflicht vor. Indeß haben Sie es öfters„bemerkt, daß die Verschiedenheit der Meynungen bey„ uns die christliche Liebe und die natürliche Höflichkeit nie„aufhebt, und so hören wir nicht auf, gegen Sie alle„schuldige Ehrfurcht zu hegen. Genf den »8- Augstm.

Von London aus antwortete Zinzendorf unterm 24.Sept. gleichen IahreS:

„Ihre Zuschrift erhielt ich eben, als ich nach Indien„ abreisen wollte. Weiter erstaune ich über nichts mehr;„ich erstaune also auch nicht über die Art, wie Sie mein„ Buch aufnehmen, noch über Ihre so wenig verbindliche