Im I. »7;y. erhielt er den Lehrstuhl der schönen Wissen-schaften und der Geschichte. Seine Antrittsrede erschienunter der Aufschrift: Oe kumaniorum lltterarum ulu Lcxreeftanüg. Dieses akademische Lehramt hielt ihn vontheologischen Studien und Pastoralgeschäfken nicht ab.Im I. r?4i. schrieb er einen historischen Kinder-Catechis-mus. Dieses Elemcntarbüchelgen der Religion ist dieEinleitung zu einem grossem Werke, anfänglich ganz be-sonders für die jungen Grafen von Schaumburg-Lippe be.stimmt, InstrMion (ldrsklenns. Dieser christliche Lehr-begriff ist lichtvoll und praktisch, ohne scholastische Termi-nologie. Wer sollte wohl glauben, daß es ein Zinzendorfhätte wagen dürfen, einen solchen Verfasser unter seineMitgenossen zu zahlen? Indeß wiedmete der Bischof derMährischen Kirche unserm Vernet und dem Pros. Lüllinein Werkgen, unter folgender Aufschrift: «Das Lamm«GotteS, in den Jahren »740. und 1741. den Brudern« verkündigt, und der Kirche zu Genf dargestellt«. So wohlin der Liblioich. 6srm. als in dem Journal äs lsssusliätelbeschwerte sich Vernet über Zinzendvrfs Zudringlichkeit. Inletzterm Journal (Novembr. 1741.) befinden stch folgendeBriefe:
„ Vernet an den Grafen von Zinzendorf«Ich bin Ihnen Antwort schuldig auf Ihre Zuschrift,„worinn Sie mir ihre glückliche Ankunft in Marienbom„melden; und wie sehr wünschte ich nicht, nur hierüber«antworten zn müssen! Ich hätte nichts zu schreiben, als„Danksagungen, Beglückwünschungen, Versicherungen„meiner Hochachtung und Ehrfurcht, wozu mein Herz„mich von selbst antreibt. Allein wie sehr wurden nicht„Herr Lüllin und ich überrascht, unsere Namen, und„selbst den Namen der Genferschen Kirche an der Spitze«eines Buchs zu erblicken, von dem man uns vorher nicht«die geringste Idee gegeben, und über dessen ZueignungS-