Band 
Sechster Jahrgang.
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ler andern an vadian gerichteten Briefen, daß Mar-kus , nnd Hieron)>mus Victor, die damaligen vornehm,sten Buchdrucker zu Wien, Männer von gleichem Werthemit denen, welche ihre Pressen beschäftigten, und darumauch ihre vertrautesten Freunde waren. Den letzter» nenntDecius einen froh- und großmüthigen Mann 28).

Da lebte ein Johann Eckius, (der einige Jahrevorher mit vadian und Zwinglin gemeinschaftliche Stu,dien zu Wien gemacht, itzt Professor der Theologie zuIngolstadt,) noch mit beyden auf freundschaftlichemFusse; nahm Parthie mit ihnen gegen die Scholasrickcr,und — was wir hingegen von diesen noch nicht wissen —lachte über die Legenden der Heiligen. Indessen merktman freylich (und zwar etliche Monathe, ehe noch dieLutherschen Händel ausbrachen) schon den streitbeglerigenund eifersüchtigen Geist an ihm, der Ingolstadr zu Wienerheben wollte; in einer Zuschrift an Joachim jämmer-lich thut, und sich an den Kaiser wenden will, wenn dieletztre Hohe Schule der erster», länger eine vidimirte Co.pie ihrer Statuten verweigere, die man doch (entsetzlich!)Freyburg in Bnsgau zugestanden habe 29)!

Da lädt der edle «tsnrad Erebel, der seinen Leh-rer zu dem schon erwähnten Besuch ins Vaterland beglei-tet hatte, Vadiancn zu sich gen Zürch ein, und hofft,daß er nirgend anderswo als in seimr Eltern Hause Quar.tier nehmen werde. Der Schwester Marrha wegen habeer schon mehrmals mit seinem Vater gesprochen, der eSaber kaum fassen könne, daß es einem Mann von seinemGewichte in jeder Rücksicht, mit solcher Heurath ein rech«ter Ernst seyn sollte. Und kurz, wenn ihm das Mädchengefalle, und er nicht, wie er höre, auf ein reicheres aus.gehe, werde baS Ding keine grosse Schwierigkeit finden.

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