Band 
Sechster Jahrgang.
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gerade eben die Lehren des Evangeliums so verächtlich ge-halten werden, die dewmoralischen Bedürfnissen des gegen-wärtigen Zustands des Menschen vorzüglich angemessen sind,und durch diese wunderbare Uebereinstimmung ihren ho,hen und göttlichen Ursprung auf eine so überzeugendeWeise zu Tage legen, daß ohne eben diese Lehren keinewahre Beruhigung des menschlichen Herzens statt findenkönnte; daß der Mangel derselben alle andere Religion,wenn sie noch so fein ausgevachl wäre, fürchterlich und ver-haßt wachen müßte, und zuletzt nichts anders als würkli-che »witesvc.Iäug'ier zeugen könnte. Und doch heißt dieseReli.mw die rhrlosovhische l Gewiß ein unwürdiger Name,da sie w wenig göttliche und menschliche Erkenntniß zumGn-nde hat; es sey denn , daß man die Unwissenheit undden u.'.v rstg'ch im Denken und Schliessen, mit diesemschöben Namen belegen will.

Wollte Gott, daß wir nicht Gründe genug hätten, vonvielen emq bildeten Klüglingci, unter uns zu glauben, daßsie sich mit einem so elenden Hirngesvinnst einer selbst ge-wählten Religion zu behelfen, und hingegen dem so gnä-dig iu ihnen redenden Gott ihre Ohren zu Verschlüssenpflegten! Gott hat einmal den sichern und zuverläßigenUnterricht der Menschen von einer ewigen Glückseligkeitzu seinem eigenen Geschäfte gemachet; der Ruhm einesewig dauernden Glücks soll ihm allein zu verdanken seyn.Dieses aber steht dem thöricht eiteln Menschen nicht an;er setzt die erste Sünde, durch die er so erbärmlich gefal-len ist, immer fort; er will wie Gott, und selber derSchöpfer seines Glückes seyn. Jener arabische Weltweisezu Kordnba verwarf daher schon im zwölften Jahrhundertalle drey blühende Religionen, und unter denselben auchdie christliche. Alles, was er wünschte, war dieses: „ Meü„ne Seele sterbe des Todes der Philosophen,,! Wer ken-net nicht an diesem Gesänge den grossen Haufen der Heu»