Band 
Sechster Jahrgang.
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Wie nöthig ist demnach unsrer vornehmen, dem Staategewidmeten Jugend, eine gründliche, und , so viel immermöglich, vollkommene Erkenntniß unsrer Religion. Habendie gesittetsten Männer Roms und Griechenlands ihre Söh.ne den berühmtesten Philosophen ihrer Zeit zum Unterrichtübergeben, von denen sie doch so viel mangelhaftes, umgewisses und irriges über Gott und göttliche Dinge anhö«ren müssen; wie viel besser und vernünftiger ist es dennnicht für die Zöglinge unsers Staats, die gereinigte, siche.re und zuverläßr-c Philosophie desjenigen grossen Meister-zu studieren, der uns nichts anders gelchret, als was erin dem Himmel, im Schoosse der Ewigkeit, von seinemVater gehört. So wird es unserm Vaterlande niemalsan Regenten mangeln, die »ach den grossen Mustern ge-bildet sind, die wir jetzt vor unsern Augen sehen, undderen hohe Gegenwart wir mit dem größten Herzensver-gnügen gemessen.

Gott segne, Gott erhalte und bewahre Sie, GnädigeHerren! Er lasse Sie noch lange uns als Lichter unser-Staats, unserer Kirche und unsers H. Bekenntnisses vor-leuchten. Ihr so liebreiches Vaterherz, das so bald erwa.chet, als Noth und Theurung Ihr Volk bedrohet, undihm so bereitwillig Brodt und Speise verschaffet, müsseals ein süsser Geruch vor Ihm in Gedächtniß kommen.Seine mächtige bewahrende Gnade weiche niemals vonIhnen, und sein himmlisches Licht umleuchte Sie indiesem sterblichen Leben so lange, bis Sie aus dieserschwachen und unvollkommenen Dämmerung zu dem herr-lichen Anschauen und Genuß des reinsten ewigen Lichte-berufen werben l