-et, vernünftig zu gebrauche»/ und als das thätigste Werk-zeug, jedes Edle und Gute zu besödern, anzuwenden weißt:Wenn der Priester zwischen Ungtauden und Abergiaubendie bestimmte Gränzen zu fetzen / die reinsten Lehren desEvangeliums den ltch zu erklären, und die Grundsätze derWahrheit für eines jeden Faßbarkett verdaulich vorzutra.gen weißt: Wenn der Priester dem Bauersmann weißt be-greiflich zu machen, daß in der nöthigen Bürde, die Gottdem Menschen auferleget, in der Arbeit seiner Händeriämltcv, der beßte Seegen zu finden sey; daß der Schweiß,der von der Stirne des Arbeitenden in warmen Tropfenniederfällt, das einzige menschenmögliche Mittel wider jedeKrankheit, und die sicherste Quelle des reinsten Vergnü-gens sey; daß in der Erde der reichste Schatz verborgenliege, der aber nur mit Mühe und Arbeit könne erhobenwerden: Wenn der Priester dem Reichen wie dem Ar-men , dem Herrn wie dem Bauer den Grundsatz tief weißteinzuprägen, daß die im Evangelium so sehr angeprieseneEinfalt der Sitten, Mäßigung und Enthaltsamkeit jederArt» die Siütze sowohl des häuslichen als öffentlichenWohlstandes sey: Wenn der Priester dem Richter undVorsteher, wie dem gemeinen Manne, die Lehre mit Nach-druck wetßr vorzutragen, daß die Gerechtigkeit ein steifer,beständiger und thätiger Wille sey, einem jeden das Sei-nige genau und m.l aller Bereitwilligkeit zu geben, oderohne eimge Nebenabstcht zuzusprechen, und daß ohne dieseGrundtugend kein Staat bestehen könne: Wenn der Prie-ster das Volk zu überzeugen weißt, daß sich das Wohleines Staates und Landes auf Ordnung, Ordnung aufweise und gerechte Gesetze, und die Gesetze auf den fe-sten Entschluß genauer Befolgung derselben sich gründen;daß endlich der im Finstern nm sich schleichende Grundsatzvollkommener Gleichheit der Menschen, oder vielmehr desVorrechtes des Stärker», nicht bey vernünftigen Men-
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