Oder hast du Kraft riech, dir's zu deuten,
Daß, wer Muth nicht, ja »och nichts verlvhr?
Hast du Kraft den Kampf auch auszukämpfen,
Der für übergrosse Lieb' dir ward?
Tönt die Laute immer noch gedämpftenLautes, dessen Lieb sie warb? —
Deinen Treuen schrecken oft Gesichte,
Dunkel wie die grause Mitternacht!
Daß die Last der Kummer dich vernichte,
Sorgt dein Treuer, und durchwacht die Nacht!
Daß zuletzt Geduld entschweben sollte,
Wagt der Zweifler, dem kein Trost mehr lacht,
Kaum zu denken — wagt's — ob er nicht sollte —
Ach! und hat es schon gedacht!
Doch-Bist du vielleicht vorausgegangen?
Immer eilte deine Liebe vor!-
Cil'! Entschwing' auch du mein Geist der bangenBrust dich! Horch! Ihr Ruf tönt mir ins Ohr!
Seht sie winkt! — Ich komm! ich komm, Getreue!
Helle leuchtet sie durchs kühle Grab.
— Ja! ich komm! ich komm! — uns leuchtet TreueHell durchs kühle Grab hinab: — »
Noch bis jetzt war ihm nicht die Hoffnung gänzlich er-loschen ; fleißig wartet' er stets des kleinen glimmendenFunkens. Denn seitdem die Herrschsucht des römischenLama so viele seiner Schaafe zur Schlachtbank der Un.gläubigen sandte, nur damit er Herr in fremder Woh-nung geböte, seitdem einigt' auch menschenfreundlicheBrüder ein sanftes Band, der Menschheit festestes Band,gemeinsames Uebel! Dieß verliehe die Kraft zur unge-meßnen Beschwerde, fern um kärgliche Gabe zu betteln,damit sie der jungen Waise hier den Vater, und dort dieStütze des Greises, dort der wimmernden Braut dentreuen Gclüblen erkauften. Oft begünstigte dieses Loospje Söhne des Jammers, die schon untenznligen bega»-