Dahin wendet er jetzt die müden traurigen Schritte. Mit»leid zeugte sein Anblick! Den Schwestern Willkomm, undgelabel, ward er traulich befragt, um weitere Reife undNothdurst. Und der Fragenden.einer antheilnehmendemDringen konnt' er nicht widersteh», und begann so seineGeschichte:
»Es war einmal ein Rittcrsmann,
Des Her; von Liebe glüht'.
Ein Mädchen liebt' er, schöner nichtDer Rose KnvSpe blüht.
Doch glüht' auch in dem Busen ihmDes Ritters grosse Pflicht;
Vasall des Kalter Friederichs,
Wankt seine Treue nicht!
Auf vielen Reisen nach dem LandItalien, war Er,
Der grosse Friederich, sein Gast;
Denn keinen liebt er mehr.
Als nun bey hohem Alter schon
Des Kaisers Ruf erscholl,
Den Sarazenen Fuß zu stehn,
So folgt er, wo er soll-
Zwar halt ihn fest sein Liebchen — DochSchön Liebchen schwur: „Bin treu!
„Du kehrest lebend oder todt,
»Mein Wort ich nie bereu'!»
Und ruhig schwang der MittelsmannSich auf sein stolzes Roß;
Schön Liebchen hoch im Söller stand,
Und manche Thräne stoß. —
Er traf beym Kaiser glücklich ein;
Der Herren viel er fand,
Mit Kreuh bezeichnet zum.GeleitIhm ins gelobte Land.