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Hause suchen. Er ist in deiner Brust, in dem zarten'er.sten Feuer deiner Wißbegierde, deines Wohlwollens unddeiner Erhebung zu Gott. Das einemal ist er ein war»nender Freund, wie der Genius des Sokrates, der diraber nicht nur sagt: DaS Schlimme das du da zu thunim Begriff bist oder wärst, ist unklug; sondern es ist bös,laß es, ober du richtest dich zu Grund. Aber andremalist dieser dein guter Trieb ein Wecker und Ermunterer.Er sagt: Lerne das recht und thue das frisch und freudig;und das andre Gute da, thue das gcrad' auch noch; undwenn noch so wasSchöncü und Gutes gerad' itzt zu thun dirauch noch wohl möglich ist, warum wolltest du es sparen?
O Sohn der Weisheil! Wenn du dem innern Triebnicht folgst, so haben alle deme Lehrer verlorene Mühe.Alles Ermähnen, Verheißen und Strafen, alle Geschick«lichkeit der Lehrer, alle Treue der Eltern, alle Genügeder Bücher und übrigen Hülfsmittel, und alle deine un.schätzbare ledige Zeit, was alles dir zu Gute kommen könn.te, kömmt dir nur da zu Gute, wo du selbst den Willenund die Lust dazu hast. Alles Gute das man von dir er-wartet, soll deine eigene Wahl, die Frucht deines willigenFleisses, deines wachsenden Verstandes, deiner dir ange.bohrnen Freyheit seyn; der Freyheit nach der dein jungesHerz klopft: Sie wird dir täglich eigner und grösser, diegöldene, liebliche Freyheit, je mehr du dich zum Studie,ren und zum Gutesthun entschliessest, selber treibst, auf.raffest, und der Trägheit den Zutritt zu deiner Jugendverschliessest. Aber kleiner, enger muß deine Freyheit wer.den, sobald du sie lassest mit Trägheit und mit Frechheitin geheime Verständniß kommen. Erstirbt der gute Trieb,die Freyheit wohl zu brauchen, so wächst um den jungenMenschen her Zwang und Strafe, und in seinem Innrvemdigen Scheue, Furcht, Mißmuth, ein armseliges Bestre-ben sich zu verstellen und sich zu verbergen.