Band 
Sechster Jahrgang.
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Arbeiten, Selbstgespräche, Selbstbestrafungen, Gelbster,mnr.terungen, Selbstberuhigungen abgewechselt und stchgedrängt; wie uns auch der grosse Menschenkenner Ho-mer oft den und diesen Helden zeigt, der so und so zuseinem eignen grossen Herzen spricht; und die Bibelge,schichte erzählt: „Da zog der Geist den Amesa an; da„waren im Lande Rubens grosse Anschläge des HerzensMir fällt da bey , wie ich jüngst in Pelikanus Kom»menkarien sieben Klassen biblisch grosser Männer, als siebenSäulen am Pallaste der Weisheit, unterschieden angetroftfen habe. Die erste die Patriarchen, die zweyte die Ritterund Richter, die dritte die Propheten, die vierte Evange.listen, die fünfte Apostel, die sechste Kirchenlehrer, diesiebende Märtyrer; alle bedacht und thätig, mit siebenfäk.tigcr Tugend sich zu einem geistlichen Tempel der Wahr,heft und der Menschenbeglückung zu erbauen.

O ihr der Kirche, dem Staat, immer dem allgemeinenBeßten geweihte junge Freunde! Löschet den Geist nicht lBleibet uns nicht dahinden. O wie haben wir mehrere,neu nachwachsende, weitersehcnde, weiterauslangende Bür,gec, Rathgeber, Lehrer, Wohlthäter nöthig! Wie un-möglich können wir solcher zu viel haben, wie leicht zuwenig! Wie nahe dabey seyd ihr, und welch grosse Schrittefobert doch auch diese Nähe noch! Euch ruft der Himmel,das Vaterland. die Kirche, die Familie, die Geister derVoreltern die auch einmal jung waren, die Stifter somancher wohlthätigen Anstalt und Vergabungen l Euchruft, ich weiß es, Euer Herz >

Ja, eS ist wahr, was Iuvenal sagn Maxima pueroäeberur reverentis. Laßt's uns merken und erfahren, daßIhr selbst den Keim des Guten, der sich in Euch zu ent-wickeln strebt, lieb habet und schonet, und ihm Platz ma-chet. Eure Lehrer und Vorsteher werden ihn gern auchpflege», zart behandeln, und ihm Raum zu machen wil-