ten für ein Trieb, sich hervorzuthun, geherrfchet haben!Wenn wir z. B. um nur eines liebens» und hvchachtungs-würdigen Mannes zu gedenken, von Scipio dem Afrika«ner lesen, er sey in dem Alter da er noch nicht einmalQuästor seyn durfte, vom römischen Rathe erwählt wor,den, das Bild der Göttin Jdäa nach Rom abzuholen,weil das Orackel verordnet hatte, dieß sollte durch denje-nigen geschehen, der vir optimus in civitate sey; wemmuß der Gedanke nicht warm machen, was das für einKnab und Jüngling muß gewesen seyn. Es wird jederfühlen, eS sey Schade, daß Livius dabey hat schreibenmüssen: 16 guibus virtutibus inäuÄi ira juäicarint, stovtproäicum s proximis msmuriT temporum illorum scripto-ribu:: libevs posteris trii6Liem, ita meas opiniones, con-jeÄanäo rsm vetustste obrutsm, non interponsm. Möch-tet ihr das besonders bey denen grossen Männern beben,ken, die auch in der ächten Frömmigkeit groß waren,und daher bey ihrer Tugend und ihrem Heldenmuthe et,was rührenderes, bescheidneres, anziehenderes und festeres,für unsre Zeiten aber besonders etwas denkwürdigeres hat-ten als andre. Ich gedenke aus der Bibel nur eines Jo-sephs, Moses und Samuels, eines Johannes undPaulus; aus der neueren Geschichte, neben den seligenReformatoren, meines Lieblings, des KönigeS Alfred,eines Königs Gustav Adolphs, eines Admirals Colig-ny, eines Erzbischofs Fenrlon, und erinnere euch mitHerzensvergnügen an die ketztjährigen Neujahrstücke, woeuch Jünglinge unster eignen Stadt, die euch leichter zuerreichen und ihrer Situation halber mit der eurigen nä-her verwandt, gleichsam vor euer» Augen aufgeführt wor.den. Was hat in diesen und viel lausend ähnlichen See-len für eine geheime Glut von Gott geglühet. Wie habenda Gedanken, Anschläge, Wünsche, Gebete, Vcrgleichun-gen, Erkundigungen, Schlüß' an Schlüsse, Arbeiten an
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