Band 
Sechster Jahrgang.
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eS bey der Regierung dahin, daß sie einen botanischenGarten, über den er die Aufsicht führte, anlegte, und einanatomisches Theater, eine Hebammenschule, nebst einemKollegium zur Verbesserung der Wundarztneykunst stiftete.Auch entwarf er den Plan zu einer königlichen Societätder Wissenschaften, zu deren beständigen Präsidenten erernannt wurde. Hallcrs vielumfassendes und gewandtesGenie, mit dem unermüdlichen Fleiß und Eifer verbun.den, den er in allen feinen Geschäften bewies, setzten ihnin den Stand, mit ungewöhnlichem Erfolg sich in denmannigfaltigsten Kenntnissen auszubilden. Wahrscheinlichwürde Halter als Verbesserer der botanischen Kenntnisseder erste unter feinen Zeitgenossen gewesen seyn, wenn nichtder grosse Schwede vor ihm dieses Feld in Besitz genom»men hätte *). Und doch war Botanik keine von seinenfrühern Beschäftigungen; denn von ihm selbst lernen wir,daß er erst bey der Rückkehr von seinen Reisen in dersel.den Fortschritte machte. Während seinem Aufenthalte zuBasel im I. 1728. entwarf er den Plan zu seiner künf-tigen Flora, als ob, seinem eigenen Ausdrucke nach, derGenius des Orts, wo die Bauhins gelebt hatten, undwo um diese Zeit Srahelin mit gutem Erfolg Botaniktrieb, ihn begeistert hätte. Von dieser Zeit an machte eralle Jahre Reisen in verschiedene Theile der Schweitz undvorzüglich in die Alpen. Er unterhielt Briefwechsel mitden vornehmsten Botanikern; besonders mit Schcuchzer,Ludrvicf , Lrnne, van Roycn und Dr. Johann Geß-ner von Zürch. Der letzt« hatte auch die Absicht eineschweitzersche Flora herauszugeben, und theilte Hallern

Ich würde mir nicht anmaasscu, mich auf eine umsta'ndlicheNachricht von Halters botanischen, medicinischen oder anatomi-schen Werken einzulassen, wenn mir nicht mein sehr einsichtsvol-ler Freund Doktor pluteney über diese Materie zu Hülfe ge-kommen wäre.