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Bewerbung von seiner Seite, den Antrag von der Pro-fessor-Stelle der Medizin, Botanik und Wundarztneykunstauf der Universität Göttinnen, die erst kurz vorher vonGeorg dem Zweyten gestiftet worden war. So ehrenvollund vortheilhaft dieser Antrag war, so blieb er doch eineZeitlang zweifelhaft, ob er ihn annehmen sollte oder nicht?Er halte 17;i. ein junges Frauenzimmer von guter Fa,milie gehcuralhct, deren grosse Schönheit und Tugendenihm durch ihre liebreiche Gefälligkeit, sich nach seiner Le,bensart einzurichten, noch schätzbarer gemacht wurden.Sie hatte ihm drey Kinder gebohren, und diese Bandefesselten ihn noch stärker an seine Vaterstadt, wo seineVerdienste ihm manchen aufrichtigen Freund erworben hak-ten , und deren Luft er zur Fortdauer seiner Gesundheitgewisscrmaassen für unentbehrlich hielt- Auf der andernSeite bewogen ihn die Ehre von einem so grossen Monar-chen eingeladen zu werden, die Würde des Postens zu demer berufen wurde, und die Betrachtung, daß er ein vielweiteres Feld zur Vermehrung seiner Kenntnisse findenwürde, sich nach Görrmgen zu begeben. Doch verließer Bern mit schwerem Herzen und ahndete den hartenStreich, der ihn bald nach seiner Ankunft auf dieser Uni,vcrsität traf. Er verlor seine Gattin. Der Tod feinergeliebten Merlane, deren Andenken er in einer rühren-den Elegie besungen hat, machte einen so tiefen Eindruckauf ihn, der ihn beynahe ins Grab brachte. In diesemtraurigsten Zeitpunkt verdoppelte er seine Anstrengung, alsdas wahrscheinlich würkfamste Mittel seinen Schmerz zubesiegen; und die Pflichten seines Amts nöthigten ihn,sich seinem Kummer zu entreißen, und öffentlich aufzu.tretten.
In siebenzehn Jahren, die er in GZktmgen zubrachte,erweiterten sich seine Fähigkeiten, je nachdem die Gelegen,heften, Kenntnisse zu sammeln, sich vermehrten; er brachte