Band 
Sechster Jahrgang.
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gäbe wird dadurch erhöbet, daß er die Bemerkungen überden Nutzen der Pflanzen erweitert, und bey dem, wasnicht sein eigen ist, die Quellen mit seiner gewöhnlichenGenauigkeit angeführt hat. Unter dem zu diesem Werkeneuhinzugekommenen mag man auch bemerken, daß derVerfasser, bey jeder Gattung in best Anmerkungen diePflanzen des Theophrasts und Dioscondes, wo sie sichimmer mit Gewißheit bestimmen lassen, hinzufügt« We-nige Botaniker haben mehr gearbeitet, als Hallcr ; unddoch füllten seine Entdeckungen in der Botanik einen ver-gleichungsweise nur kleinen Theil seiner Zeit aus.

Wer den Enthusiasmus, welchen Liebe zu den Wissen«schaften erzeugt, nicht in seinem ganzen Umfange fühlt,dem mag die Behauptung paradox scheinen, daß die Zer-gliederung des menschlichen Körpers ein angenehmes Ge-schäft seyn könne. Hallcr hielt im I. 1742. auf der Uni-versität Görrmgen eine zierliche und geistvolle Rede, umdieses zu beweisen; und sein Eifer in Verfolgung anatomi-scher Entdeckungen war mit ungewöhnlich gutem Erfolgbegleitet. Er scheint schon frühe wahrgenommen zu haben,daß in dem System von der Vcrtheilung der Pulsadernnoch nicht das-geleistct worden, was in der Kenntniß deeGebeine, Muskeln, Nerven und Eingeweide, über welcheGegenstände berühmte Männer einzelne und gute Abhand-lungen geliefert haben. Deswegen wünschte Hallcr jene«Theil des menschlichen Körpers in ein helleres Licht zu se.tzen; und machte darüber ein vollkommneres System be-kannt, als je bisher erschienen war. Den ersten Theildieses grossen Werks publizierte er im I. 1743. und denletzten im I. 1756. Seine Abhandlungen über andreTheile der Anatomie, die im I. 1768. gesammelt wurden,machen drey Bände in Quarto aus. Wer Lust hat seinemannigfaltigen Entdeckungen in der Anatomie und Physio«logte kennen zu lernen, findet eine Nachricht davon vor