besondrer Freund war, folgendermaasscn abgeschildert *):«Er besaß eine gründliche Bekanntschaft mit der Naturhi.,, storie; war in der alten und neuen Universal, und Spe,«cial - Geschichte wohl belesen, hatte nngcmeine Kenntnisse»von dem Zustand des Ackerbaus, von Manufakturen,»Handel, Bevölkerung, Litteratur und Sprachen der ver.„schiedenen europäischen Nationen; er hatte die merk-»würdigsten Sees und Landrcisen mit Aufmerksamkeit ge-»lesen, und war besonders in den neuesten Entdeckungen,„die zur Berichtigung der Kenntniß unsrer Erdkugel die.»neu, sehr gut bewandert. Er hatte sogar etliche tau.„send Romane und Schauspiele durchlesen, und besaß ein„so erstaunenswürdiges Gedächtniß, daß er ihren Jnnhalt„mit der äussersten Genauigkeit detaillieren konnte».
Weil er gewohnt war aus jedem Buch, das ihm in dieHände kam, sowohl für seinen eigenen Gebrauch als fürdie Göttmger-Zcitungen **), Ausjüge zu machen unk»seine Meinung über dasselbe zu geben, so las er die meistenneuen Schriften, und war so sehr auf das Lesen erpicht,daß er fle selbst beym Mittagessen auf den Tisch legte,bisweilen hinein sah, und diejenigen Stellen notierte, wel»che er nachher ausziehen, oder über die er Anmerkungenmachen wollte. Er war gewohnt seine Bemerkungen aufkleine Streifen Papier von verschiedener Grösse zu schrei-ben, welche er hernach ordnete und zusammenheftete; eineMethode, die er von Leibm'tz gelernt hatte.
Er besaß von Natur eine ausserordenlliche Empfindlich«keit, oder vielmehr Reitzbarkeit des Temperaments, die
') Tschariiers Lobrede S- 87.
«k) Halter rezensierte, als sei» Departement für dieses gelehrteJournal, alle Schriften über Historie, Medizin, Anatomie, Na»turhistvrie und verschiedene Werke vermischte» JnnhaltS, beson-ders die, welche in Italien erschienen.
(Schw, Mus VI. I»hrF. 8. Heft.) P p