Band 
Sechster Jahrgang.
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Wie es scheint- verwandle sich Ulrich bey seines Hem-^richs Eltern und Geschwistern nun wirklich für ihn. Dennim Frühling des folgenden Jahrs 2;) dankte Glareanihin für solchen Dienst, und hofft übrigens gegen die Zeitder Glarner-Kirchweih einen Besuch im Vaterland ma.chen zu können. Da wollten sie lustig und guter Dingeseyn 24). Dann beurtheilt Lorit ein ihm von FrvmFsIm überstndtes Carmen, und mischt mitten in ein grossesLob desselben auch seinen Tadel so sanft, und doch so edelund unverhvlen, daß sich — alle gelehrten Freunde dranspiegeln sollten.

Um die nämliche Zeit schrieb ein gewisser Doktor Wenzan unsern Ulrich völlig im Style der oblcurorum vü'tZ-rum über einen Pfundstreit - in welchem der letztre selberverwickelt war - und in Gefahr stuhnd, excommunizirt zuwerden 25). Ob vielleicht H)enz und ZrvmFlm, undGlarcan nicht minder, ebenfalls zu den noch nie rechtausfindig gemachten losen Vögeln gehörten, welche jenescharfe Lauge über die Köpfe der HoAffrare, Pfefferskörne, von Tongern, und andre Dunstn ihrer Zeit soreichlich ausgegossen r6)? Wären diese Briefe im XVIII.Jahrhundert geschrieben worden, so hätten unsre Kunst-lichter, denen in solchen Fallen nur der Name, Tugendoder Sünde, ist, ihre Urheber schon längst aufgespürt.Aber damals hieß bey den biedern Deutschen: Ein Mannein Wort, nicht nur beym Reben, sondern auch beym —Schweigen.

2z) i;n.

24) Volumas olle bonarmn rernm, L canere in trnmpis.

2;) Liro. 151,.

25) S- das neueste übel die eigentlichen Verfasser der LM.

oblo. vir. in Meustls histor. iitter. biblisgraph. Mag. I. St.

E. 38-47-