Band 
Sechster Jahrgang.
JPEG-Download
 

und Verwandte bitten ihn zwar immer höchlich , im Va.terland zu bleiben; er habe ihnen aber noch nichts gewissses versprochen. AlSdann klagt er sich bitter, wie seitErasinus Abreise von Bastl gewisse Sophisten (wie erwahrscheinlich die noch übrigen Scholasticker auf der dor«tigen Hohen Schule nennt) immer mehr gegen ihn wü.then, und ihm neuerlich gar über den Sencka anders alsprivatim zu lesen verbieten wollen, ja sein dießfälligesProgramm von den Kirchthüren hätten reisten lassen. Erhabe sich aber nichts darum geschoren, und dapfer draufzu gelesen. Wenn sie nur nicht nach und nach auch denBcrus 47) auf ihre Seite bringen, der sich bisdahin lei.dcnd verhalten, da hingegen Mykomus noch stets seinrüstiger Alcid gegen diese Herren sey. — Seine Verseauf Erasinus und Mykonius 48), die Glarean neue«lich dem erster« Übermacht, nennt er Iuvcnilia, deren ersich beynahe schämen müsse; bittet ihn, solche unnütz zumachen, zieht hingegen andre von Hermann Busch,ebenfalls zu Desiderms Preiste, den seinigen weit vor,und dankt ihm endlich für eine ihm geschenkte elfenbeinerneSonnenuhr, auf welche er seither die Worte

durch einen Goldarbciker habe inccustiren lassen. —Ein andermal bat Lorit den Desiderms um Verzeihung,daß er ihm so schlechte Briefe schreibe; er sey eben nochein junger Tropf (und doch hatte er damals schon 29.Jahre auf dem Rücken), und gerade klug genug, solcheseinzusehn ; allein er gelebe sich auch hier, kurz und gut,des Vorrechts der Thoren. Nochmal dringt er in sei.nen grossen Freund, entweder jene Carmens ins Feuerzu werfen, oder sie auszubessern. Höchlich rühmt er denBuchdrucker Johann Froben, nnd nennt ihn aller Stm

47) Oswald Nähr, ein Tyvolee, uachhenger StadtaM zuBasel. Geb. 1486.

48) S- Kai'ka». 1^. I. LleZ. i. L 7.