Band 
Sechster Jahrgang.
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dierendcn Gönner. „Lebe wohl,„ (schließt er am End)„du wahrhaft christlicher Mann, der mich,im achten Chri-„ stenthum unterwies

Ebenfalls i. I. r?,6. stellte Glarean seine Abhandlungäe Katione 8zälsdsrum und äs kl^uris zu Bafel ausLicht, und fügte (wie es nun kommen mochte) derselben,jene sonst von ihm so sehr verfchmähelen Verse an My-conius, und ein ähnliches Carmcn an perer Tschudibey. In seiner Zueignung an Ofenburger, einen edelnBaseler-Jüngling, giebt er demselben das schöne Lob:Daß bey ihm alles zusammentreffe, was ihn übermüthig,eitel und leichtsinnig machen könnte, und er dennoch anKlugheit, Mäßigung, Reise des Verstandes, und ernstenSitten so viele Alten hinter sich zurücklasse. Noch ersah»ren wir aus eben diesem Proemio, daß Eorir kurz vorhermuß Italien besucht haben.

In dem Gedicht an LNyconi'us gehet alles zur Erhe.bung ihres Erasmus los; und auch hier betrachtet erdenselben vornehmlich wieder von jener Seite, die auchden grossen Mann immer noch um so viel grösser macht —von Seite seiner Frömmigkeit: „O wie freu' ich mich»,ruft er aus, „daß ich zu seinen Zeiten geboren ward,„frohlocke, hüpfe hoch auf, und trage diesem Sieger„über Wahn und Irrthum seine schönen Trophäen vor.„Wie lieblich waren nicht seine Gespräche, wenn er bis.„weilen mit uns über Feld gieng; welche Nahrung ge,„währten sie nicht meinem Geist und Herzen! Er goß„mir Jesum ein, lehrte mich den Himmel kennen, und„ meine ewige Behausung; lehrte mich Tugend schätze«,„und die lhörigte Welt verachten,,.

Das schon oben bemerkte Geschenk einer Sonnenuhrüberreichte, wie uns der Dichter sagt, Erasmus bey sei.ner Abreise nach England seinem Heinrich mit denWorten: „Nimm dieß Werk bildender Kunst hin, zum