I.
Der Winterzug im Jahr isn.
Während jenem seltenen Feldzuge, welchen im Sepkem.der des Jahres 1510. 6000. Schweitzer, in päpstlichemSold, dem Vorgeben nach ins Ferrarische thun sollten,der aber eigentlich das Mailändische galt, und übrigensnicht viel weiter als über den St. Gorrhard gieng,wurden zwey Läufersbotcn der drey waldstärrc — einerwar sicher von Schwciy — welche Mißive von dem Car«dinal Schmer von Sitten nach Rom bringen sollten,verrathen, bey Lauis aufgefangen, ihre Briefschaften er-brochen, und da man solche, nach Erwartung, gegen dasInteresse der Krone gerichtet fand, von diesen unschuldi.gen Lcuthen der eine ertränkt, der andre sonst umgebracht,und ihre — zum Aerger der Franzosen bloß hölzerne —Gelettbüchsen, zu Ausspottung ihrer Länder öffentlich ver-steigert.
Wie der Herr von Sitten so getröstet seyn mochte,wenn selbst aus diesem kleinen Unfall das Glück einer neuenFehde entspringen sollte l
Schon auf einer Tagleistung im Oktober legten dieBlutsfreunde des ermordeten Schrveiyers vor den Stän-den ihre Klagen ein. Man wußte dieselben von Mailandaus mit 20a. Kronen zu besänftigen; aber nicht so ihrenStand. Es wurden darüber Unterhandlungen gepsiogen,
(Schw. Mus VI. Iahrg.-. Heft.) S s